COVID-19-Pandemie

Portal zur Friedensarbeit in Corona-Zeiten

Mit beeindruckender Flexibilität leisten die lokalen Partner des ZFD weltweit einen essentiellen Beitrag zur Bewältigung der Corona-Krise. In einem neuen Online-Portal zeigen wir an zahlreichen Beispielen, wie der ZFD und seine Partner ihre Friedensarbeit an die Herausforderungen der Pandemie anpassen, zum Beispiel in Guinea, wo mit Street-Art für den Umgang mit COVID-19 sensibilisiert wird.

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Gestrandet heißt gefährdet

In Mexiko hat die Pandemie ein verheerendes Ausmaß erreicht – und der Gipfel ist längst nicht in Sicht. ZFD-Partner „Casa del Migrante Saltillo“ setzt sich für jene ein, die ohnehin kaum Rückhalt in der Gesellschaft haben: Geflüchtete, die im Land gestrandet sind. In Zeiten von COVID-19 nimmt ihre Lage katastrophale Ausmaße an.

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Jede Stimme von Belang

In Simbabwe hat die Corona-Pandemie bereits bestehende Probleme verschärft. ZFD-Partner ZimRights dokumentiert seit Ausbruch der Pandemie, wie sich COVID-19 und der Umgang damit auf die Situation im Land und das Leben der Menschen auswirken. Nun hat die Menschenrechtsorganisation eine umfassende Analyse vorgelegt: „Rights in Crisis“ ist der Titel – und zugleich das Resümee.

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Auf Sendung bleiben

Ein Camp für Geflüchtete ist der denkbar schlechteste Ort, sich vor einer Pandemie zu schützen. Abstand, Hygiene, Quarantäne – all das ist nur schwer bis gar nicht umsetzbar. Umso wichtiger ist es, die Menschen nicht allein zu lassen. Der ZFD und seine Partner arbeiten in mehreren Ländern in und um Camps für Geflüchtete. Die Medienorganisation EYE beispielsweise ist in drei UNHCR-Camps in Ruanda aktiv. COVID-19 ist derzeit ein wichtiges Thema in der Berichterstattung.

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Lockdown-Lektionen und -Lichtblicke

In Uganda ist während des COVID-19-Lockdowns das Ausmaß häuslicher Gewalt stark angestiegen. Darauf haben der ZFD und seine lokalen Partner reagiert. Mittels Radio wird sensibilisiert, per Telefonberatung werden Betroffene unterstützt. Im Interview berichtet Julius Omony, nationale ZFD-Fachkraft in Uganda, von der neuen Herausforderung – und gibt einen sehr persönlichen Einblick in seinen Arbeitsalltag während der Corona-Krise.

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Infotainment 1. Güte

Wie lässt sich die Bedrohung durch COVID-19 am besten bewältigen? Mit Humor – hat sich das Redaktionsteam von كامبجي Campji im Libanon gedacht und produziert seit Ausbruch der Pandemie kurze Filme, die nicht nur informieren, sondern auch unterhalten. Damit trifft Campji den Nerv ihrer Zielgruppe im Geflüchtetenlager Schatila. Fast zwei Millionen Views hat das populärste Video mittlerweile erzielt.

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Home Bitter Home

Das Ausmaß häuslicher Gewalt hat während der Corona-Pandemie extrem zugenommen. Bei strikten Ausgangssperren sind von Gewalt Betroffene mit ihren Peinigern über Wochen zu Hause eingesperrt. Schutz- und Hilfsmöglichkeiten jedoch sind aufgrund der Präventionsmaßnahmen begrenzt. In Bolivien steht die ZFD-Partnerorganisation CJA trotz aller Einschränkungen betroffenen Frauen und Kindern weiterhin bei.

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Zwischen Solidarität und Spannungen

In Myanmar engagiert sich die ZFD-Partnerorganisation MPYA derzeit vor allem in der gesundheitlichen Aufklärung und Nothilfe. MPYA verliert aber auch andere dringliche Themen nicht aus den Augen. Das ist umso wichtiger, da angesichts der Pandemie Spannungen und Repressionen teilweise zunehmen.

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Ruhe im Sturm

Bislang ist Timor-Leste glimpflich davongekommen. Dass die Zahl der Infizierten überschaubar blieb, ist auch der Erfolg einer emsigen Zivilgesellschaft. Die ZFD-Partner Ba Futuru und CPA tragen seit dem Auftreten von COVID-19 dazu bei, die timoresische Bevölkerung über Gefahren und Schutzmaßnahmen zu informieren. Die Ergebnisse sprechen für sich und überzeugen auch die WHO.

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Alte Wunden, neue Wege

Friedensarbeit lebt davon, Menschen zusammenzubringen. In den Ländern des westlichen Balkans sind Gesprächsrunden mit Veteranen, interethnische Jugendgruppen und vieles mehr wesentliche Bestandteile der Arbeit des ZFD und seiner lokalen Partner. Die Einschränkungen des öffentlichen Lebens durch COVID-19 stellen diese Arbeit deshalb vor besondere Herausforderungen.

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Risiken nicht genderneutral

In der COVID-19-Pandemie sind Frauen oft einem weitaus größeren Risiko ausgesetzt als Männer. In Nepal mobilisiert die ZFD-Partnerorganisation „Women for Human Rights“ daher in der Krise alle Kräfte, um vor allem alleinerziehenden und alleinstehenden Frauen zur Seite zu stehen. Die Ergebnisse sind beachtlich.

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In Musik vereint

Warum Friedensarbeit in Zeiten von COVID-19 weitergehen muss? Weil jede Krise die Gefahr birgt, Konflikte zu verschärfen. Doch eine Krise kann auch dazu genutzt werden, Gräben zu überwinden. Das zeigt ein Beispiel aus Uganda. Dort haben sich auf Initiative des ZFD Musikschaffende aus zwei historisch zerstrittenen Regionen zusammengefunden. Mit einem gemeinsamen Song informieren sie über das Corona-Virus und rufen zu mehr Miteinander auf.

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Die Menschen(rechte) im Blick

COVID-19 ist nicht allein eine gesundheitliche Bedrohung – und die Auswirkungen der Pandemie nicht allein wirtschaftlicher Natur. Die psychosozialen Belastungen sind gravierend. Vielerorts steigt das Ausmaß häuslicher Gewalt. Die Menschenrechte werden mitunter vernachlässigt. Und die Pandemie birgt auch die Gefahr, soziale Ungleichheiten weiter zu verstärken. All dem stellt sich das nepalesische Netzwerk COCAP entgegen.

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¿Gesundheit vs. Menschenrechte?

Um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, sind gegenwärtig Maßnahmen erforderlich, die einen erheblichen Eingriff in die Grund- und Menschenrechte bedeuten. Daran gibt es grundsätzlich wenig zu rütteln. Und doch ist es wichtig, daran zu erinnern, dass jede Einschränkung wohlüberlegt sein muss. Vorbeugung darf nicht zulasten der Menschen gehen. Die Einschränkungen dürfen nicht von Dauer sein. Die Partner des ZFD nehmen in diesen Zeiten einmal mehr die Rolle eines Wächters der Menschenrechte ein wie Beispiele aus Bolivien und Mexiko zeigen.

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Friedensarbeit muss weitergehen

„The fury of the virus illustrates the folly of war.“ – Mit diesen Worten rief UN-Generalsekretär António Guterres zu einem weltweiten Waffenstillstand auf. Die Bedrohung durch die Corona-Pandemie offenbare die Torheit von Krieg und Gewalt. Tatsächlich zeigt der Appell mancherorts Wirkung. Und doch ist es gerade jetzt dringend nötig, die Bemühungen um friedliche Konfliktbearbeitung aufrechtzuerhalten. Besonders in Krisen- und Konfliktregionen besteht die Gefahr, dass sich Konflikte verschärfen und Gewalt ausbricht. Der ZFD und seine Partner setzen ihre Arbeit fort und reagieren auf die neuen Herausforderungen.

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Versöhnung im virtuellen Raum

Es ist das vielleicht wichtigste Zeichen der Versöhnung in diesem so festgefahrenen Konflikt: die gemeinsame israelisch-palästinensische Gendenkveranstaltung „Memorial Day Ceremony“. Im letzten Jahr kamen über 9.000 Menschen zusammen, um gemeinsam der Opfer des langjährigen Konflikts zu gedenken. Der gemeinsame „Memorial Day“ ist zu einem weit sichtbaren Signal der Trauer, Versöhnung und Hoffnung geworden. Am 27.4.2020 wird er zum 15. Mal begangen. Doch wie kann gemeinsame Begegnung in Zeiten von Corona gelingen? Und warum ist es wichtig, die Gedenkfeier trotz Corona-Pandemie zu veranstalten?

Konfliktbarometer 2019

Welt unter Druck

Die Ergebnisse des heute vom HIIK veröffentlichten Konfliktbarometers für 2019 verheißen nur auf den ersten Blick eine positive Entwicklung. Das Ausmaß politischer Konflikte ist in 2019 gegenüber dem Vorjahr etwas gesunken. Auch die Zahl der gewaltsam ausgetragenen Konflikte hat leicht abgenommen. Gleichwohl bleibt das Ausmaß der Gewalt besorgniserregend.

Der Zivile Friedensdienst (ZFD) ist ein Programm für Gewaltprävention und Friedensförderung in Krisen- und Konfliktregionen. Er setzt sich für eine Welt ein, in der Konflikte ohne Gewalt geregelt werden. Neun deutsche Friedens- und Entwicklungsorganisationen führen den ZFD gemeinsam mit lokalen Partnerorganisationen durch. Fachkräfte des ZFD unterstützen Menschen vor Ort langfristig in ihrem Engagement für Dialog, Menschenrechte und Frieden.

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Erfahren Sie in unserem Portal, wie der ZFD und seine Partner ihre Friedensarbeit an die Herausforderungen der COVID-19-Pandemie anpassen