Aktuelles

Foto: WFD
08.12.2016

Die bolivianische Stadt Potosí war einst für ihren Silberreichtum weltberühmt. Heute gehören Stadt und Landkreis zu den ärmsten Regionen Boliviens. Häufig kommt es hier zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen. Der Kultur der Gewalt setzt die ZFD-Partnerorganisation ISALP (Investigación Social y Asesoramiento Legal Potosí) nun eine Kultur des Friedens entgegen. Kurse zu gewaltfreier Konfliktbearbeitung sollen die Gemüter beruhigen und zum Verfassungsziel „Vivier bien“ (Gut leben) beitragen.

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06.12.2016

Wer in Kenia Menschenrechte schützt, steht vor zahlreichen Herausforderungen und Bedrohungen, vor allem wenn die Arbeit in informellen Siedlungen und in ländlichen Regionen stattfindet oder wenn sensible Themen wie Landrechte oder Korruption auf der Tagesordnung stehen. Das gilt besonders für Menschenrechts­verteidigerinnen, die häufig diskriminiert, sexuell beleidigt und physisch attackiert werden. Um ihre Sicherheit zu verbessern und Möglichkeiten zur Vernetzung zu bieten, wurde in Kenia mit Unterstützung des ZFD ein Toolkit für Menschenrechtsverteidigerinnen entwickelt.

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Unterschriftensammlung bei der Konferenz indigener Persönlichkeiten
29.11.2016

Erstmalig hat sich die indigene Bevölkerung auf Mindanao als eigenständiges Gremium organisiert, um bei den Friedensprozessen als unabhängige und gleichwertige Partei aufzutreten. Welche Themen sind für die Indigenen dabei wichtig und wie können sie sich aktiv am Friedensaufbau beteiligen? Antworten auf diese Fragen trug in den vergangenen Monaten die ZFD-Partnerorganisation Mindanao Peoples´ Peace Movement zusammen. Sie führte Konsultationen mit Vertreterinnen und Vertretern der verschiedenen indigenen Gruppen zu den Friedensprozessen auf der philippinischen Insel durch.

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Die damalige Ministerin Wieczorek-Zeul mit den ersten ZFD-Fachkräften. Foto: Bundesregierung/Kühler
22.11.2016

Heute wird der Zivile Friedensdienst 17 Jahre alt! Am 22. November 1999 reisten die ersten ZFD-Fachkräfte in das ehemalige Jugoslawien, nach Guatemala, Rumänien, Simbabwe und in die palästinensischen Gebiete aus, um die Menschen dort bei ihrer Friedensarbeit zu unterstützen. Seitdem hat sich der ZFD zu einem Erfolgsmodell für Gewaltprävention und Friedensförderung im Kontext der Entwicklungspolitik entwickelt. Er ist heute das einzige explizit friedenspolitische Programm der Bundesregierung. In Zeiten zunehmender Gewaltkonflikte in der Welt muss der ZFD dringend weiter ausgebaut werden.

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Foto: Langheinrich/AGEH
15.11.2016

Im Nordosten Kolumbiens führt die immer stärker expandierende Steinkohleförderung zu schweren Menschenrechtsverletzungen. Durch den rücksichtslosen Bergbau in der Region wird die Umwelt so stark zerstört, dass Teilen der Bevölkerung die Lebensgrundlagen entzogen werden. Viele Menschen werden vertrieben oder sind chronisch krank. Der ZFD unterstützt das Anwaltskollektiv CCAJAR dabei, die Menschenrechte der Opfer des Bergbaus zu schützen und Druck auf nationale und internationale Politik auszuüben. Mit Erfolg.

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07.11.2016

Im Blog des PeaceLab2016 plädiert Jürgen Deile, Sprecher des Konsortiums ZFD, für eine strategische und enge Zusammenarbeit mit lokalen zivilgesellschaftlichen Akteuren auf Augenhöhe. Im Interview regt er an, dass die neuen Leitlinien für Krisenengagement und Friedensförderung der Bundesregierung zivilgesellschaftliche Akteure als eigenständige Kooperationspartner stärken und schützen sollten. Zudem könnten die Leitlinien die Vernetzung der nationalen und internationalen Friedensakteure voran bringen und dem Engagement für Frieden langfristigere Perspektiven geben. 

 

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02.11.2016

Oft konzentriert sich die Diskussion um Gender in der Friedensarbeit auf die sexuelle Gewalt, die Frauen in bewaffneten Konflikten weltweit erleiden. Das führt häufig dazu, dass Frauen in Friedensprozessen weniger als Akteurinnen wahr genommen und seltener beteiligt werden. Um den Blickwinkel auf die Rolle von Frauen in Friedensprozessen zu erweitern und sie darin zu stärken, thematisiert die neue Ausgabe des Magazins Balkan.Perspectives unter dem Titel „Unequal Peace - Her and his history“ Gender in der Vergangenheitsarbeit.

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26.10.2016

Die guatemaltekische ZFD-Partnerorganisation ECAP (Equipo de Estudios Comunitarios y Acción Psicosocial) erhält den Alice Zachmann Human Rights Defenders Award. Mit dem Preis wird ECAP für das herausragende Engagement bei der psychosozialen Unterstützung von Menschen geehrt, die Opfer von Menschenrechtsverletzungen und soziopolitischer Gewalt wurden. ECAP setzte sich besonders für Frauen und Angehörige indigener Bevölkerungsgruppen ein. Der Award wird am 1. November in Washington DC verliehen.

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Studierende des 1. Supervisionskurses
19.10.2016

An der Royal University of Phnom Penh startete mit Unterstützung des ZFD ein neues Programm zur Supervision für Psychologinnen und Psychologen. Kambodschanische Bürgerinnen und Bürger gehören weltweit zu den Menschen mit den höchsten Stresspegeln, die Suizidrate ist die zweithöchste weltweit. Die Nachwirkungen der traumatischen Vergangenheit unter der Khmer-Rouge-Diktatur belasten die Menschen noch immer dramatisch. Gleichzeitig gibt es viel zu wenige psychologische Fachleute: auf 100.000 Menschen kommen 0,23 Psychiaterinnen und Psychiater. Die Supervision soll jungen Psychologinnen und Psychologen helfen, unter der Last ihrer Arbeit nicht selbst zusammen zu brechen.

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Foto: Athena Zelandonii
13.10.2016

In Kambodscha finden derzeit Proben für das Tanzdrama „Pka Sla“ (Arekablüten) statt, das erstmalig das Thema Zwangsheiraten unter der Khmer-Rouge-Diktatur künstlerisch aufarbeitet. Das Stück wird im Januar 2017 uraufgeführt und ist Teil eines umfassenden Projekts zur Vergangenheitsarbeit, das mit Unterstützung des ZFD arbeitet. Für das Stück wurden die realen Lebensgeschichten von vier überlebenden Zwangsverheirateten tänzerisch aufbereitet. Künstlerische Leiterin ist die Choreographin Sophiline Cheam-Shapiro von der Khmer Arts Academy.

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