Mit Sport zum Frieden beitragen

Liebe Lesenden,

der Sommer bringt zahlreiche Veranstaltungen mit sich. Während unter anderem in Mexiko ein Teil der Fußball WM der Männer ausgetragen wird, nutzen mutige Angehörige dieses Großereignis um mehr Aufmerksamkeit für die unzähligen Verschwundenen im Land zu erregen. Unterstützt werden sie dabei durch den ZFD. 
Sport kann helfen, Menschenrechte zu stärken und unterschiedliche Gruppen zusammen zu bringen Drei Beispiele wie der ZFD Sport für seine Arbeit nutzt, lesen sie einem unserer aktuellen Beiträge.

Auch hierzulande stehen für uns wichtige Ereignisse an: Besuchen Sie uns gerne bei Tag der offenen Tür der Bundesregierung im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) am kommen Samstag und Sonntag, dem 20. und 21. Juni. 

Eine spannende Lektüre sowie einen schönen Sommer wünscht Ihnen

Neuigkeiten aus dem ZFD

Mit Sport den Frieden fördern

Sport verbindet Menschen über Grenzen hinweg und kann ein Motor für Frieden, Dialog und gesellschaftlichen Wandel sein. Weltweit nutzen Partnerorganisationen des ZFD Sport, um Konflikte konstruktiv zu bearbeiten, Teilhabe zu fördern und auf soziale Missstände aufmerksam zu machen. Beispielsweise nutzen die Angehörigen von Vermissten in Mexiko die Aufmerksamkeit für die Fußball-WM im eigenen Land, um Gerechtigkeit, Menschenrechte und staatliche Verantwortung einzufordern. Drei Beispiele aus unterschiedlichen Ländern zeigen, wie der ZFD Sport als als Instrument der Friedensförderung einsetzt.

Menschenrechtsverteidigerin Sandra Calel besucht UN-Menschenrechtsrat

Sandra Calel, Vertreterin der indigenen Maya-Poqomchí-Gemeinschaft in Guatemala, besuchte kürzlich den Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen in Genf. Die Menschenrechtsverteidigerin aus der Verapaces-Region setzt sich gegen die Kriminalisierung von indigenen Kleinbäuer*innen ein und ist engagiert bei Unión Verapazense de Organisaciones Campesinas (UVOC), einer Partnerorganisation des ZFD-Trägers pbi. 

Nordmazedonien: Gemeinsame Kunstaktion gegen Hass

Unter dem Titel "Kunst gegen Hass“ organisierten junge Friedensaktivist*innen Ende April in Kumanovo (Nordmazedonien) eine ganz besondere Straßenaktion. Unterstützt wurden sie dabei vom Centre for Nonviolent Action (CNA), einer Partnerorganisation des ZFD-Trägers KURVE Wustrow.

Kenia: Perspektiven für junge Menschen

Kibera in Nairobi ist eine der größten informellen Siedlungen Afrikas mit Hunderttausenden Bewohner*innen. Die Siedlung spiegelt viele der Herausforderungen und Chancen wider, denen sich schnell wachsende städtische Gemeinden gegenübersehen. Soziale Ungleichheit und Jugendarbeitslosigkeit gehören hier zum Alltag.

Kolumbien: Der Fluss hat Rechte

Der Fluss Atrato ist ein Rechtssubjekt, denn Kolumbien hat eines der fortschrittlichsten Umweltrechte weltweit. Doch die Umsetzung hakt. Fachkraft Sarah Kovac unterstützt die ZFD-Partnerorganisation SIEMBRA beim Schutz der Rechte von Natur und Menschen. 

Libanon: Unterstützung für Kinder

Der Krieg im Nahen Osten hat im Libanon hunderttausende Menschen zur Flucht gezwungen. Viele Familien wurden innerhalb kurzer Zeit mehrfach vertrieben, ein geregelter Alltag ist kaum noch möglich. Besonders Kinder leiden unter Angst, Stress und ständiger Unsicherheit. Der ZFD-Träger Pro Peace unterstützt sie ganz konkret vor Ort - mit psychosozialen Angeboten in Vertriebenencamps und mit inklusiven Sport- und Bewegungsformaten.

Philippinen: Junge Stimmen für verantwortungsvollen Journalismus

In Zeiten schrumpfender Handlungsspielräume für zivilgesellschaftliche Akteure und zunehmender Desinformation sind lokale Stimmen wichtiger denn je. In Surigao auf der Insel Mindanao (Philippinen), einer Region geprägt von politischen Spannungen und gesellschaftlichen Herausforderungen, hilft ein Projekt für verantwortungsvollen Journalismus dabei, komplexe Realitäten verständlich zu machen.

Guatemala: Für Demokratie und Rechtsstaatlichkeit

Für internationale Aufmerksamkeit für Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Erinnerungsarbeit in Guatemala warb Nery Rodenas vom Menschenrechtsbüro ODHAG bei einem Aufenthalt in Berlin. Er besuchte, unterstützt vom ZFD-Träger AGIAMONDO, das Auswärtige Amt, das BMZ und verschiedene NGOs.

Große Seen-Region: Jugenddialog über Grenzen hinweg

Junge Menschen machen mehr als 60 Prozent der Bevölkerung in den Ländern der Region der Großen Seen in Afrika aus. Damit ist klar: Sie können einen entscheidenden Beitrag zur Zukunft der Gesellschaften leisten, in denen sie leben. Ein Projekt des ZFD und seiner Partner*innen unterstützt den grenzüberschreitenden Jugenddialog in der Region.

Nordirak

Im Nordirak leben Menschen unterschiedlichster ethnischer, ethno-religiöser und kultureller Hintergründe trotz zahlreicher Herausforderungen und Spannungen zusammen. Viele von ihnen beschäftigen Fragen nach Identität, Zugehörigkeit und Wandel.

Neue Publikationen

Most Significant Change: Measuring Peacebuilding Projects

Dieser Bericht dokumentiert die Veränderungen, die durch das Programm des Zivilen Friedensdienstes (ZFD) der GIZ in Ruanda, Burundi und der Demokratischen Republik Kongo zwischen 2019 und 2024 erreicht wurden. Darüber hinaus soll der Bericht andere dazu anregen, den Ansatz „Most Significant Change“ (MSC) als praktikable und partizipative Methode zum Verständnis und zur Bewertung von Veränderungen in komplexen Kontexten der Friedenskonsolidierung zu nutzen.

Where peace begins

Diese Publikation blickt auf 25 Jahre Ziviler Friedensdienst in Kambodscha zurück. Als der ZFD-Träger GIZ im Jahr 2001 erstmals nach Kambodscha kam, litt das Land noch immer unter den Folgen jahrzehntelanger Kriege. Die Wunden der Herrschaft der Roten Khmer waren allgegenwärtig, auch wenn kaum jemand darüber sprach. Die Publikation gibt einen Überblick darüber, wie der Zivile Friedensdienst dazu beigetragen hat, lokale Kapazitäten zu stärken und Kambodscha auf seinem langen Weg der Vergangenheitsarbeit und Friedensförderung zu unterstützen.

Weiterbildung Zivile Konfliktbearbeitung

Online-Seminar: Dealing with the Past

In diesem Online-Seminar lernen Teilnehmende die Rahmenkonzepte des Umgangs mit gewaltbelasteter Vergangenheit kennen und entwickeln Strategien, um diese in ihrem eigenen Kontext anzuwenden. Termin: 8. September - 20. Oktober 2026, jeden Dienstag von 13:00 - 15:00 Uhr

Online-Schulung: Climate-Sensitive Peacebuilding

Diese Online-Schulung vermittelt praktische Ansätze, um Klimasensibilität in der Projektplanung zu integrieren. Ziel ist, das Verständnis für die Wechselwirkungen zwischen Klimawandel und Konflikten zu vertiefen. Termin: 21. September - 12. Oktober 2026, jeden Montag von 13:00 - 17:00 Uhr

Online-Kurs: The Humanitarian–Development–Peace Nexus and Conflict Sensitivity

Dieser Online-Kurs vermittelt praktische Instrumente und Rahmenkonzepte, um eine konfliktsensible Perspektive auf alle Säulen des Nexus anzuwenden und konkrete Ansatzpunkte zu identifizieren, um das „P“ des Nexus in der Praxis zu stärken. Termin: 19. Oktober - 30. November 2026, jeden Montag von 13:00 - 15:00 Uhr

Präsenzseminar: Peacebuilding in an Age of Permanent Crisis

Dieses Seminar vor Ort in Bornheim bietet einen Austausch darüber, was es bedeutet, in einer Welt zu leben, sich zu organisieren, Frieden zu schützen oder zu schaffen, die von anhaltenden Krisen, Gewalt, Unsicherheit und institutioneller Fragilität geprägt ist. Termin: 26. - 30. Oktober 2026 | Ort: Jugendakademie Walberberg in Bornheim

Online-Seminar: Systemic Conflict Analysis

In diesem Online-Seminar lernen Teilnehmende, wie die systemische Konfliktanalyse funktioniert und wie sie in der Arbeit effektiv umgesetzt werden kann. Termin: 29. Oktober - 26. November 2026, jeden Donnerstag von 13:00 - 17:00 Uhr

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