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Nordmazedonien: Gemeinsame Kunstaktion gegen Hass

Unter dem Titel "Kunst gegen Hass“ organisierten junge Friedensaktivist*innen Ende April in Kumanovo (Nordmazedonien) eine ganz besondere Straßenaktion. Unterstützt wurden sie dabei vom Centre for Nonviolent Action (CNA), einer Partnerorganisation des ZFD-Trägers KURVE Wustrow.

Die teilnehmenden Schüler*innen gestalteten gemeinsam mit Vertreter*innen des Künstler*innenverbands FORMA ein Wandbild, das für Versöhnung, Zusammenleben und Friedensförderung steht. Damit wollen sie Botschaften von Intoleranz und Gewalt in der Gesellschaft mit Bildern von Solidarität, Vielfalt und Zusammenhalt begegnen.

„Wir haben diese Kampagne gestartet, weil wir der Meinung sind, dass es nach wie vor notwendig ist, mit jungen Menschen zu Gewaltfreiheit sowie gegen Hass zwischen Mazedonier*innen und Albaner*innen zu arbeiten“, sagte Teodora Sokolovska von der Gruppe der Friedensaktivist*innen. „Wir brauchen mehr Engagement und Einfluss von Aktivist*innen und der Zivilgesellschaft. Außerdem brauchen wir mehr Begegnungen und Austausch zwischen den Bevölkerungsgruppen. Alles beginnt mit jungen Menschen, denn sie sind die Triebkräfte des sozialen Wandels.“

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Mazedonische und albanische Schüler*innen arbeiten zusammen

Am Tag vor der Straßenaktion hatten Schüler*innen von Sekundarschulen mit mazedonischem und albanischem Hintergrund die Gelegenheit, sich bei einem eintägigen Workshop kennenzulernen. Dort beschäftigten sie sich mit Themen wie Teamarbeit und Kommunikation, Hassrede, Gewaltfreiheit und gewaltfreiem Handeln. Außerdem erfuhren sie mehr über engagierte Straßenkunst als wirkungsvolles Instrument für sozialen Wandel.

„Solche Aktivitäten braucht unsere Gesellschaft. Vor allem Schüler*innen der Sekundarstufe fehlt es an Möglichkeiten, sich zu treffen, einander kennenzulernen und miteinander ins Gespräch zu kommen“, sagte Fatmire Ajdari von der Gruppe der Friedensaktivist*innen. „Der Workshop und die gesamte Aktion haben gezeigt, dass Kommunikation, Zusammenarbeit und das Verständnis für die Bedürfnisse anderer Vorurteile und Barrieren zwischen jungen Menschen abbauen können. Wir wünschen uns Frieden, Respekt, Gewaltfreiheit und Fortschritt.“

Eine ähnliche Aktion wie in Nordmazedonien fand kürzlich auch in Banja Luka (Bosnien und Herzegowina) statt. Eine weitere Aktion soll mit Unterstützung des ZFD-Partners CNA in Niš (Serbien) folgen.


Die ZFD-Partnerorganisation CNA setzt sich seit 1997 für die Aufarbeitung der Vergangenheit und den Dialog zwischen den Bevölkerungsgruppen des ehemaligen Jugoslawiens ein. In den beiden Büros in Sarajevo (Bosnien und Herzegowina) und Belgrad (Serbien) arbeiten insgesamt Mitarbeitende in multiethnischen Teams, darunter zwei Fachkräfte des Zivilen Friedensdienstes. Zu den Aktivitäten von CNA gehört unter anderem auch die Arbeit Überlebende und Veteranen aller ehemaligen Konfliktparteien.

Diesen leicht angepassten Text und die Bilder haben wir von der Webseite von CNA übernommen.