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Große Seen-Region: Jugenddialog über Grenzen hinweg

Junge Menschen machen mehr als 60 Prozent der Bevölkerung in den Ländern der Region der Großen Seen in Afrika aus. Damit ist klar: Sie können einen entscheidenden Beitrag zur Zukunft der Gesellschaften leisten, in denen sie leben. Ein Projekt des ZFD und seiner Partner*innen unterstützt den grenzüberschreitenden Jugenddialog in der Region.

Die Region der Großen Seen wird seit Jahrzehnten von politischer Instabilität, bewaffneten Auseinandersetzungen und Ressourcenkonflikten erschüttert. Die Folgen sind schwerwiegende Menschenrechtsverletzungen und humanitäre Krisen. Ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum Frieden kann darin bestehen, junge Menschen zusammenzubringen, damit sie sowohl ihre Differenzen als auch das, was sie verbindet, miteinander diskutieren. Genau das haben die ZFD-Partnerorganisationen „Vision Jeunesse Nouvelle (VJN)“ aus Ruanda und „Club de Jeunes pour la Vie“ aus der Demokratischen Republik Kongo kürzlich umgesetzt. Die beiden Organisationen haben ihren Sitz in den benachbarten Städten Gisenyi (Ruanda) und Goma (DR Kongo) und sind durch eine lange Geschichte der Zusammenarbeit und Partnerschaft miteinander verbunden.

 Jugendaktionsplan für nachhaltigen Frieden

Im Rahmen des Projekts kamen 40 junge Menschen eine Woche lang zusammen, um über Themen zu sprechen, die sie bewegen – etwa Online-Hassrede, die Verbreitung von Falschinformationen, kritisches Denken, den Wiederaufbau von Dialog, wenn Beziehungen zerbrochen sind, sowie gewaltfreies Handeln in Kontexten, die häufig das Gegenteil begünstigen.

Neben den inhaltlichen Diskussionen lernten sich die Teilnehmenden kennen, teilten Mahlzeiten, tanzten und spielten Fußball – und entwickelten einen gemeinsamen Jugendaktionsplan für nachhaltigen Frieden. So soll der grenzüberschreitende Jugenddialog auch über die Begegnungswoche hinaus fortgeführt werden.


Mehr über die Arbeit in der Große Seen-Region erfahren Sie auch in unserer Projektdatenbank
Foto: GIZ