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Mit Sport den Frieden fördern

Sport verbindet Menschen über Grenzen hinweg und kann ein Motor für Frieden, Dialog und gesellschaftlichen Wandel sein. Weltweit nutzen Partnerorganisationen des ZFD Sport, um Konflikte konstruktiv zu bearbeiten, Teilhabe zu fördern und auf soziale Missstände aufmerksam zu machen. Beispielsweise nutzen die Angehörigen von Vermissten in Mexiko die Aufmerksamkeit für die Fußball-WM im eigenen Land, um Gerechtigkeit, Menschenrechte und staatliche Verantwortung einzufordern. Drei Beispiele aus unterschiedlichen Ländern zeigen, wie der ZFD Sport als als Instrument der Friedensförderung einsetzt.

Mexiko: Protestaktion für Vermisste im Vorfeld der Fußball-WM

Kurz vor der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in Kanada, Mexiko und den USA nutzen Angehörige von Verschwundenen in Mexiko-Stadt die Aufmerksamkeit rund um den Sport, um auf eine der größten Menschenrechtskrisen des Landes aufmerksam zu machen. Mit einer symbolischen Fußballaktion präsentieren sie Trikots und Sammelbilder mit Porträts einiger der rund 130.000 vermissten Menschen. Die Aktion kritisiert die mangelnde Aufklärung der Fälle und die weit verbreitete Straflosigkeit. Organisierte Kriminalität, Korruption und schwache staatliche Institutionen tragen zur anhaltenden Gewalt im Land bei. Die Angehörigen fordern Aufklärung und staatliche Verantwortung und setzen sich damit für Rechtsstaatlichkeit und Frieden ein. Unterstützt werden sie vom ZFD-Träger Brot für die Welt.

Mehr über die Protestaktion in Mexiko lesen Sie auf der Webseite von Brot für die Welt.

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Guinea-Bissau: Frauenrechte durch Fußball stärken

In Guinea-Bissau nutzt die Partnerorganisation des ZFD-Trägers Weltfriedensdienst, Grupo de Teatro do Oprimido (GTO), Fußball als Instrument der Friedensarbeit. Beim Format „Golombissau“ spielen Frauen und Männer gemeinsam in einem Team, während besondere Regeln die Beteiligung von Frauen stärken. Ein Tor zählt beispielsweise nur, wenn eine Frau den Treffer erzielt oder die entscheidende Vorlage gegeben hat. Für viele Teilnehmende eröffnet das Spiel neue Perspektiven auf Zusammenarbeit und Geschlechterrollen. Darüber hinaus hat GTO zahlreiche Friedensgruppen aufgebaut und organisiert friedenspädagogische Workshops. Es unterstützt Menschen dabei, Konflikte gewaltfrei zu bearbeiten und sich aktiv in ihre Gemeinschaft einzubringen. Die gleichberechtigte Beteiligung von Frauen und Männern steht dabei im Mittelpunkt.

Mehr über die Arbeit der Friedensgruppen erfahren Sie auf der Webseite des Weltfriedensdienstes.

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Libanon: „Sports for Peace“ stärkt Kinder in Krisenzeiten

Das Projekt „Sports for Peace“ (S4P) des ZFD-Trägers Pro Peace und seiner Partnerorganisation Al Midan im Libanon nutzt Sport und Friedensbildung, um Kinder und Jugendliche aus benachteiligten Gemeinschaften zu stärken. Ziel ist es, Dialog, Respekt und einen konstruktiven Umgang mit Konflikten zu fördern. Angesichts von Bürgerkrieg, wirtschaftlicher Krise, politischer Instabilität und den Folgen neuer Gewalteskalationen leben viele Menschen im Libanon unter enormem Druck. Seit dem Krieg im Jahr 2024 mussten zahlreiche Familien ihre Heimat verlassen.

Al Midan und Pro Peace haben S4P deshalb zu einem Nothilfeangebot weiterentwickelt. In Notunterkünften bieten sie geflüchteten Kindern psychosoziale Unterstützung durch Spiel und Sport. Die Aktivitäten schaffen geschützte Räume, in denen Kinder für kurze Zeit Angst und Unsicherheit hinter sich lassen können. Bewegung in der Gemeinschaft und kreative Übungen helfen ihnen, neue Kraft zu schöpfen und wieder Momente von Sicherheit, Vertrauen und Normalität zu erleben.

Mehr über das Sportprojekt im Libanon erfahren Sie auf der Webseite von Pro Peace.


Fotos: Fray Juan de Larios (oben), Jasmina Barckhausen (Mitte), Pro Peace (unten)