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Menschenrechtsverteidigerin Sandra Calel besucht UN-Menschenrechtsrat

Sandra Calel, Vertreterin der indigenen Maya-Poqomchí-Gemeinschaft in Guatemala, besuchte kürzlich den Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen in Genf. Die Menschenrechtsverteidigerin aus der Verapaces-Region setzt sich gegen die Kriminalisierung von indigenen Kleinbäuer*innen ein und ist engagiert bei Unión Verapazense de Organisaciones Campesinas (UVOC), einer Partnerorganisation des ZFD-Trägers pbi. 

Der Besuch der guatemaltekischen Menschenrechtsverteidigerin Sandra Calel fiel in eine besonders bedeutsame Zeit für die Menschenrechte in Guatemala: Verschiedene UN-Mechanismen hatten Guatemala zuletzt eingehend geprüft – vor dem Hintergrund von Zwangsvertreibungen indigener Gemeinschaften, der Kriminalisierung von indigenen Führungspersonen sowie des fehlenden wirksamen Schutzes ihrer Landrechte.

Die Zwangsvertreibungen betreffen hauptsächlich die Maya-Gemeinschaften der Q’eqchi‘ und Poqomchí in den Regionen Alta Verapaz, Baja Verapaz, Petén und Izabal. Lokale Organisationen prangern den unverhältnismäßigen Einsatz von Gewalt bei diesen Einsätzen an, an denen öffentliche und private Sicherheitskräfte beteiligt sind und die häufig zur Zerstörung von Wohnungen und Lebensgrundlagen führen. 

Mehr Sichtbarkeit für die Lage der indigenen Gemeinschaften

Vor diesem Hintergrund erhielt die Teilnahme von Sandra Calel an der 61. Sitzung des UN-Menschenrechtsrats besonderes Gewicht: für mehr internationale Sichtbarkeit für die Lage der ländlichen und indigenen Gemeinschaften und für den Aufruf an die Regierung Guatemalas, die Empfehlungen des UN-Sonderberichterstatters für das Recht auf angemessenes Wohnen sowie die des CERD-Ausschusses umzusetzen. 

Neben der Teilnahme im Menschenrechtsrat reiste die Menschenrechtsaktivistin durch Europa, traf UN-Beamt*innen, führte Gespräche mit Vertreter*innen der diplomatischen Missionen – darunter die der europäischen Union und Spaniens – und nahm an diversen zivilgesellschaftlichen Events teil. 


Text und Foto: pbi Schweiz
Diesen Text haben wir leicht gekürzt und angepasst von pbi übernommen. 
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