Beiträge aus dem Zivilen Friedensdienst

Für Gerechtigkeit und Frieden in der Klimaarbeit

Ohne Kooperation mündet eine Krise schnell in Konfrontation und Verschärfung von Ungerechtigkeit. Das gilt auch für die Klimakrise. Um die Lebensgrundlagen aller Menschen zu sichern und den gesellschaftlichen Frieden zu wahren, müssen zu ihrer Bewältigung möglichst viele Weichen auf Kooperation gestellt werden, besonders in Krisen- und Konfliktregionen. Zivile Konfliktbearbeitung ist ein solcher Weichensteller. Wie sie funktioniert, und wie die Verzahnung von Klima- und Friedensarbeit gelingen kann, zeigen die folgenden Beiträge und Praxisbeispiele aus dem Zivilen Friedensdienst.

Friedensgespräche im Zeichen des Klimawandels

Die Verknappung von Acker- und Weideland infolge des Klimawandels befeuert im Sudan zunehmend Konflikte. In der Provinz West Kurdufan arbeitet ZFD-Partner Bana Group mit den Beteiligten an einem Abkommen zur Beilegung der Konflikte. „Wir müssen eine friedliche Koexistenz zwischen Nubierinnen und Nubiern und Araberinnen und Arabern fördern, wenn wir hier überleben wollen“, sagt Saida Mohamed Hussien. Das Projekt hat Modellcharakter für das ganze Land.

Zu Gast im ZFD-Podcast: Elise Kopper & Jan Burck

In der 3. Folge der Klima-Edition des GIZ/ZFD-Podcasts „Jetzt mal ganz friedlich“ sind Elise Kopper und Jan Burck zu Gast. Beide engagieren sich seit vielen Jahren in der Zivilgesellschaft, Kopper beim Frauennetzwerk für Frieden, Burck bei Germanwatch. Gemeinsam werfen sie einen Blick auf die Entstehung der Klima- und Friedensbewegungen und zeigen verbindende Elemente und gemeinsame Anliegen auf.

Globales Netz für Klimagerechtigkeit

Im Kampf für mehr Klimagerechtigkeit und Frieden haben der globale Norden und Süden etwas gemeinsam: Sie sind voneinander abhängig. Daher sollten sie sich stärker zusammentun. Veränderungen sind nur durch globale Solidarität zu erreichen. Dafür setzt sich auch der Zivile Friedensdienst ein, zum Beispiel durch die Begleitung von Menschenrechtsverteidigerinnen und -verteidigern und Umweltaktivistinnen und -aktivisten in Lateinamerika.

Zu Gast im ZFD-Podcast: Nina Nick & Noé Müller-Rowold

Was bedeutet der Klimawandel für die Friedensarbeit in der Sahelzone? Am Beispiel Niger geben Nina Nick und Noé Müller-Rowold spannende Einblicke in die Herausforderungen vor Ort. Sie sind zu Gast im GIZ-/ZFD-Podcast „Jetzt mal ganz friedlich“, in der 2. Folge der Klima-Edition. Im Gespräch mit den Podcast-Hosts Jule Koch und Sebastian Niesar werden die ersten Ergebnisse eines wegweisenden Pilotprojekts vorgestellt, das Klima- und Friedensarbeit miteinander verzahnt. 

Honduras: Klimaschutz konfliktsensibel machen

Erneuerbare Energien zur Begrenzung des Klimawandels stehen in Honduras ganz oben auf der Tagesordnung. Die Regierung förderte zahlreiche Projekte, 2018 wurden bereits 66 Prozent der Energie aus regenerativen Quellen erzeugt. Aber nicht alle profitieren von dieser Entwicklung. Oft werden die Maßnahmen ohne Rücksicht auf Mensch und Natur umgesetzt. Ein Videoclip zeigt, was das bedeutet und wie wichtig konfliktsensible und partizipative Maßnahmen sind, damit nicht zusätzliche Schäden und Konflikte entstehen.

ZFD im Interview: Klima braucht Frieden

Bei der Begrenzung des Klimawandels und dem Umgang mit seinen Folgen spielt Zivile Konfliktbearbeitung eine wichtige Rolle. „Kooperation und Dialog sind die Grundvoraussetzungen dafür, die Klimakrise zu bewältigen“, fasst Anja Petz die Relevanz Ziviler Konfliktbearbeitung zusammen. Petz ist Sprecherin des Konsortiums Ziviler Friedensdienst. Zusammen mit Sprecher Martin Vehrenberg erläutert sie im Interview, warum der ZFD einen wichtigen Beitrag zur Bewältigung der Klimakrise leistet.

ZFD in der Praxis: Kooperativ durch die Krise

Wie kann verhindert werden, dass sich „Klimakonflikte“ zuspitzen und schlimmstenfalls gewaltsam eskalieren? Wie kann die Klimakrise auf lokaler Ebene mit vereinten Kräften bewältigt werden? Zivile Konfliktbearbeitung (ZKB) schafft den Raum für Dialog und Kooperation. In diesem Kapitel finden Sie Hintergrundbeiträge, die sich mit der Bedeutung von Kooperation im Klimawandel beschäftigen.

Uganda: Dem Klimwandel auf der Spur

ZFD-Koordinator Stefan Friedrichsen schildert eine Dienstreise in den Osten Ugandas. Der Klimawandel ist dort schon spürbar. Regen- und Trockenzeiten sind kaum noch vorhersehbar. Das bedroht die existenziell wichtige Viehzucht und den Ackerbau. Das hohe Bevölkerungswachstum verstärkt den Druck auf schwindende Ressourcen. Was können der ZFD und seine Partner tun, um die Menschen angesichts der Herausforderungen zu unterstützen?

Niger: Ressourcenkonflikte im Dialog lösen

Im Süden Nigers sind viele Menschen von klimasensitiven Einkommensquellen wie Landwirtschaft und mobiler Viehhaltung abhängig. Schon heute erschwert der Klimawandel das Leben in der Region. Regenphasen verändern sich und Wasserquellen versiegen. In der Folge verschärfen sich die Konflikte zwischen den Bevölkerungsgruppen. ZFD-Fachkraft Nina Nick beschreibt, wie der ZFD in dieser Situation gemeinsam mit allen Beteiligten Wege für ein friedliches Zusammenleben sucht.

Kenia: Studie zu Klima + Ressourcenkonflikten

Ein Schwerpunkt in der Arbeit des ZFD in Kenia ist ohnehin schon die Bearbeitung von Ressourcenkonflikten. Eine Studie soll nun klären, wie sich die Folgen des Klimawandels auf die Lebenssituation besonders verwundbarer Gruppen wie Frauen, Jugendliche und Kinder auswirken, und wie dies in die Friedensarbeit einbezogen werden kann.

Zu Gast im ZFD-Podcast: Rebecca Froese

Seit Februar 2020 betreibt ZFD-Träger GIZ den Podcast: „Jetzt mal ganz friedlich“. Vier Folgen werden das Thema Klima und Frieden in diesem Jahr mit Gästen aus Forschung und Praxis aufgreifen. Den Auftakt macht Rebecca Froese von der Friedensakademie Rheinland-Pfalz. Dort forscht sie zu Umwelt- und Ressourcenkonflikten im Kontext Klimawandel. Jule Koch und Sebastian Niesar, beide ehemalige ZFD-Fachkräfte, sprechen mit ihr darüber, wie Frieden das Klima verbessert.

ZFD-Podcast: Jetzt mal ganz friedlich

„Krieg vom Zaun brechen geht einfach. Aber wie macht man eigentlich Frieden?“ – Die ehem. ZFD-Fachkräfte Jule Koch und Sebastian Niesar sprechen mit Menschen aus dem ZFD über Herausforderungen und Erfolge internationaler Friedensarbeit. Die 30- bis 60-minütigen Folgen geben Einblick in die Lebensrealität und Arbeitspraxis in Krisen- und Konfliktregionen. Seit März 2020 sind 13 Folgen erschienen. Die kommenden vier Folgen widmen sich dem Thema „Frieden verbessert das Klima“.

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Fotos & Abbildungen: Header: AGIAMONDO/Pfister; Teaser: Portrait Elise Kopper: Netzwerk Friedenskooperative; Portrait Jan Burck: Germanwatch; Portraits Nina Nick & Noé Müller-Rowold: GIZ/ZFD; Windrad: FJavier GómezL/Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0; Portrait Anja Petz: KURVE Wustrow; Portrait Martin Vehrenberg: C. Seelbach; ZFD in der Praxis: Enda Pronat/Weltfriedensdienst e.V.; Uganda: AGIAMONDO/S. Friedrichsen; Niger: GIZ/ZFD; Kenia: AGIAMONDO/Sr. Bernadetta Nzioka; Portrait Rebecca Froese: Hiller; Wort-Bild-Marke Podcast: GIZ