Weltfriedensdienst

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Wandel durch Öffentlichkeit

Projektland: Palästinensische Gebiete (Naher Osten). Hauptstadt: Ramallah (de facto), Ost-Jerusalem (beansprucht); Bevölkerung: rund 5,4 Mio. Menschen (2,2 Mio. im Gazastreifen, 5.853 pro km² und 3,2 Mio. im Westjordanland und Ost-Jerusalem, 557 pro km²). Seit 1967 unter israelischer Besatzung. Seit 1994 teilweise Ausweitung der palästinensischen Autonomie. Seit 2007 kontrolliert die Hamas den Gazastreifen und die Fatah die „Autonomiegebiete“ im Westjordanland. Palästina wird von mehr als 140 Staaten als Staat anerkannt, bisher jedoch nicht von Deutschland.

Frieden ist verhandelbar: Friedenskomitees vermitteln in Konflikten

Projektland: Burundi (Ostafrika). Hauptstadt: Gitega; Bevölkerung: rund 12,3 Mio. Menschen (477 pro km²). Entstehung: Das Königreich Burundi bestand seit dem 15. Jahrhundert. Ende des 19. Jh. vereinnahmte es Deutschland in der Kolonie Deutsch-Ostafrika. Im 1. Weltkrieg wurde Burundi von Belgien erobert und danach vom Völkerbund Belgien als Teil des Mandatsgebiets Ruanda-Urundi zugesprochen. Unabhängigkeit: 1962 (von Belgien). Regierungsform: präsidiale Republik. Präsidentschafts- und Parlamentswahlen fanden zuletzt 2020 statt.

Mehr Demokratie wagen: Menschen motivieren und beteiligen

Projektland: Guinea-Bissau (Westafrika). Hauptstadt: Bissau; Bevölkerung: rund 2 Mio. Menschen (72 pro km²). Unabhängigkeit: 1973 (von Portugal; erst 1974 von Portugal anerkannt). Regierungsform: seit 1984 semipräsidiale Republik, seit 1991 mit Mehrparteiensystem. 1994 fanden erstmals freie Parlaments- und Präsidentschaftswahlen statt. Allerdings ist das Land durch politische Instabilität geprägt, wie zahlreiche Putsche bzw. Putschversuche und rasch wechselnde Regierungen zeigen. Seit Juni 2022 war eine Übergangsregierung im Amt.

Demokratie ohne Gewalt

Projektland: Guinea (Westafrika). Hauptstadt: Conakry; Bevölkerung: rund 13,5 Mio. Menschen (55 pro km²). Unabhängigkeit: 1958 (von Frankreich). Regierungsform: Präsidiale Republik. Die ersten freien Präsidentschaftswahlen fanden 2010, die ersten freien Parlamentswahlen 2013 statt. Durch einen Militärputsch wurde 2021 der seit 2010 amtierende Präsident Alpha Condé sowie die damalige Regierung abgesetzt. Die derzeitige Militärregierung hat demokratische Neuwahlen in Aussicht gestellt.

Kultur des Friedens stärken

Projektland: Bolivien (Südamerika) [vollständiger Name seit 2009: Plurinationaler Staat Bolivien]. Hauptstadt: Sucre, Regierungssitz: La Paz; Bevölkerung: rund 11,8 Mio. Menschen (11 pro km²). Entstehung: Das Gebiet des heutigen Boliviens ist bereits seit 7.000 v. Chr. besiedelt. 1535 wurde das sogenannte „Hoch-Peru“ von Spanien erobert. Ab 1536 spanische Kolonie. Ab 1809 Unabhängigkeitskampf gegen die spanische Kolonialmacht. Unabhängigkeit: 1825. Bolivien ist nach dem südamerikanischen Unabhängigkeitskämpfer Simón Bolívar (1783-1830) benannt.

Konstruktiver Umgang mit Ressourcenkonflikten

Projektland: Simbabwe (Südostafrika). Hauptstadt: Harare; Bevölkerung: rund 16 Mio. Menschen (39 pro km²). Unabhängigkeit: 1980 (der seit 1888 bestehenden britischen Kolonie „Südrhodesien“). Hintergrund: Bereits 1965 hatten weiße Siedler einseitig die Unabhängigkeit erklärt. 1966 riefen die beiden Unabhängigkeitsbewegungen ZANU und ZAPU zum Kampf gegen die weiße Vormachtstellung auf. Von 1972 bis 1979 eskalierte die Lage zu einem Krieg. 1980 folgten die Unabhängigkeit und Umbenennung in Simbabwe.

Nicht aufgeben: Zivilgesellschaft unterstützen – Partnerorganisationen schützen

Projektland: Myanmar (Südostasien). Hauptstadt: Naypyidaw; Bevölkerung: rund 55 Mio. Menschen (84 pro km²). Unabhängigkeit: 1948 (von Großbritannien; Regierungsform: seit 1962 de facto unter Militärherrschaft, von 2011 bis 2021 demokratische Elemente mit zivilem Präsidenten; erneuter Putschversuch am 1. Februar 2021, seitdem unter Militärgewalt. Human Development Index 2022: Rang 144 (von 193 Ländern); Global Peace Index 2023: Rang 145 (von 163 Ländern).

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