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Friedensinseln

Gewaltprävention praktisch: Erfahrungen von Dorfgemeinschaften in Nordost-Indien

Manipur, ein Bundesstaat im äußersten Nordosten Indiens  an der Grenze zu Burma, ist seit der Unabhängigkeit Indiens  von Großbritannien gekennzeichnet durch bewaffnete Konflikte,  die den Alltag in der gesamten Region prägen.   Eine Politik, die ethnische Identitäten beständig akzentuierte,  hat zahllose bewaffnete Untergrundorganisationen  entstehen lassen, die mit unterschiedlichen Agenden und  Zielsetzungen gegen die Regierung des Bundesstaates, gegen  die indische Zentralregierung und gegeneinander kämpfen.   

Urvashi Butalia, eine seit langem in der südasiatischen  Friedens- und Genderforschung engagierte Aktivistin,  Forscherin und Publizistin, ist   der Frage nachgegangen, wie es Gruppen und Gemeinschaften  gelingt, sich aus einer Gewalteskalation heraus zu  halten, sich eben nicht am Krieg zu beteiligen. Gemeinsam  mit Mitgliedern des EED-Partners „United NGO Mission to  Manipur (UNMM)“ besuchte sie drei solche Gemeinschaften  in Manipur. Sie nannte sie „Friedensinseln“. Selbst mitten in  akut gewaltsamen, bürgerkriegsartigen Situationen hatten  es einzelne Gruppen geschafft, in ihrer Region, ihrem Dorf,  auf ihrem Markt ein friedliches Umgehen miteinander über  Konfliktgrenzen hinweg zu ermöglichen und langfristig zu  sichern.

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Brot für die Welt

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