Publikation
Neuer Staat, endlich Frieden? - Lehren des „Statebuilding“ vom Kosovo über Somaliland bis zum Südsudan
Podiumsdiskussion mit Dr. Andreas Ernst (Neue Zürcher Zeitung), Ulf Terlinden (Diplompolitologe) und Peter Schumann (Universität Konstanz)
Moderation: Natascha Zupan, Leiterin der Arbeitsgemeinschaft Frieden und Entwicklung (FriEnt)
Dokumentation der Diskussion von Dr. Susanne Reiff
Ein friedenspolitisches Ereignis hat 2011 viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen: die Gründung der Republik Südsudan am 9. Juli 2011. In einem der am wenigsten entwickelten Ländern der Welt gilt es nun, nach Jahren des Bürgerkriegs einen funktionierenden Staat aufzubauen. Dies ist eine enorme Herausforderung – für das Land selbst, aber auch für die internationale Gemeinschaft, die den Prozess der Staatsbildung unterstützen will.
Weil es kein allgemeines Rezept für eine „richtige, friedliche und nachhaltige Staatsgründung“ gibt, wollten die Veranstalter bei der Podiumsdiskussion drei Staatswerdungsprozesse betrachten, um aus diesen Erfahrungen Lehren für die Gegenwart und Zukunft zu ziehen. Als Beispiele dienten Kosovo, Somaliland und eben Südsudan – drei Mal Staatswerdung, aber mit unterschiedlichen Voraussetzungen und auf verschiedenen Wegen. Welche Strategien zur Unterstützung von Staatswerdungsprozessen mehr oder weniger erfolgreich sein können, diskutierten am 18. September 2011 Dr. Andreas Ernst, Neue Zürcher Zeitung, der Diplompolitologe Ulf Terlinden sowie Peter Schumann von der Universität Konstanz, moderiert von Natascha Zupan, der Leiterin der Arbeitsgemeinschaft Frieden und Entwicklung (FriEnt).