Mehr als ein ganzes Netzwerk

Partner des ZFD

Hinter den ZFD-Partnern KuMuNet und PECOJON stecken ganze Netzwerke aus engagierten Menschen und zivilgesellschaftlichen Organisationen. Sie vereint der Wunsch nach dauerhaftem Frieden auf Mindanao, den sie mit Networking, Friedensjournalismus und Dialog fördern.

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KuMuNet – Die Netzwerkerinnen und -netzwerker

KuMuNet – das steht für Kutawato Multimedia Network. Das Netzwerk entstand 2011 als Konsequenz aus einigen ZFD-Dialogforen. Die Gründung fußte auf dem Bedürfnis zivilgesellschaftlicher Organisationen auf Mindanao, eine gemeinsame Kommunikationsstrategie zu entwickeln. Die elf Mitgliedsorganisationen betreiben Lobbyarbeit für den Frieden im Land. Sie fördern den gesellschaftlichen Dialog und setzen sich für einen sensiblen Umgang mit Konflikten ein. KuMuNet steht in engem Austausch mit Journalistinnen und Journalisten. Ziel ist es, eine ausgewogene Berichterstattung über die Konflikte auf Mindanao zu erreichen und so zum Friedensprozess beizutragen. Dazu bietet das Netzwerk beispielsweise Weiterbildungen, Gemeindetreffen und Dialogforen an. Außerdem hat KuMuNet die Radiosendung „Bangsamoro Ngayon“ aus der Taufe gehoben. KuMuNet wendet sich auch an Studentinnen und Studenten und Schülerinnen und Schüler, um sie frühzeitig für eine konstruktive Lösung der Konflikte auf Mindanao zu gewinnen.

Die KuMuNet-Mitglieder treffen sich monatlich. Zum Netzwerk gehören: das Consortium of Bangsamoro Civil Society, Mindanao Peoples Peace Movement, Kadtuntaya Foundation Inc., Bangsamoro Center for Just Peace, Mindanao Peoples Caucus, United Youth of the Philippines – Women, United Youth for Peace and Development, I-Watch, Mindanao Alliance for Peace and Development, Mindanao Human Rights Action Center und das Moro Women Development and Cultural Center.

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PECOJON – Die Friedensjournalistinnen und -journalisten

PECOJON, das ist das „Peace and Conflict Journalism“-Netzwerk mit internationalen Satelliten in Deutschland, Indonesien, Myanmar, Ost-Timor und auf den Philippinen. Es wurde 2004 zunächst als deutsch-philippinisches Projekt gegründet. PECOJON vereint Medienschaffende aus Radio, Print und TV, die sich dafür einsetzen, verantwortlich und ausgewogen über Konflikte und Kriege zu berichten und die Bevölkerung in akuten Krisensituationen mit neutralen und lebensnotwendigen Informationen (wie z.B. beim Taifun Haiyan 2013) zu versorgen. PECOJON bietet seinen Mitgliedern Austausch- und Unterstützungsmöglichkeiten. Mit einer Cebu-Deklaration sprach sich PECOJON für den Schutz von Journalistinnen und Journalisten und die Pressefreiheit auf den Philippinen aus. Das Netzwerk organisiert auch Weiterbildungen für Journalistinnen und Journalisten, z.B. in Konfliktanalyse und konfliktsensibler Berichterstattung.

PECOJON legt großen Wert auf die ethische Verantwortung von Journalistinnen und Journalisten, die über Konflikte, Krisen und Kriege berichten. Die traditionellen Prinzipien journalistischer Arbeit (Neutralität, Genauigkeit, Fairness) haben die Mitglieder daher um eigene Perspektiven ergänzt (s.u.). Sie wollen damit erreichen, dass mehr Journalistinnen und Journalisten verantwortlich und sensibel über Konflikte berichten. Auf den Philippinen hat PECOJON sein Büro in der Stadt Cebu.

PECOJON im Internet:

Friedensjournalismus: Eine Frage der Ehre

Der Pressekodex von PECOJON basiert auf den grundlegenden journalistischen Prinzipien der Neutralität, Genauigkeit und Fairness. Allerdings reicht dieser traditionelle Rahmen nicht aus, um zwangsläufig eine verantwortungsvolle und konfliktsensible Berichterstattung zu garantieren. Dies war den Mitgliedern von PECOJON bei einer genaueren Analyse der Medienberichterstattung über die Golf- und Jugoslawienkriege aufgefallen. Dem traditionellen Rahmen journalistischer Arbeit wurden daher zwei weitere Ebenen hinzugefügt, um der Herausforderung und Verantwortung besser gerecht zu werden.