Bonner Friedenstage 2021 mit ZFD-Partner IMPACT

Frieden fördern vor Ort und weltweit: Das ist das Ziel der Bonner Friedenstage, die Ende August starten. Das Konsortium ZFD beteiligt sich an der Veranstaltungsreihe zum UN-Friedenstag mit einem Input zum Thema Klimawandel und Friedensarbeit aus Kenia.

Für 24 Stunden sollen die Waffen bedingungslos ruhen! Das forderte die Generalversammlung der Vereinten Nationen im Jahr 2001 und erklärte den 21. September zum Internationalen Friedenstag. Seitdem rufen Initiativen und Organisationen am UN Peace Day dazu auf, sich für ein friedliches Miteinander zu engagieren.

Vom 31. August bis 30. September 2021 finden aus diesem Anlass auch die Bonner Friedenstage statt. Das Konsortium ZFD beteiligt sich daran in einer Podiumsdiskussion zum Thema „Klima. Gerecht. Gestalten! Antworten auf die Klimakrise“. Es spricht dort Mali Ole Kaunga, Direktor der Partnerorganisation IMPACT, mit der der Weltfriedensdienst im Rahmen des ZFD in Kenia arbeitet.

Breites Themenspektrum

Das breite Themenspektrum der Bonner Friedenstage umfasst unter anderem Veranstaltungen zum gesellschaftlichen Zusammenhalt, zum deutsch-russischen Dialog, zum Atomwaffenverbotsvertrag und zur Wahrheitskommission in Kolumbien. Außerdem wird das diesjährige Friedensgutachten vorgestellt und die Rolle von Frauen im Einsatz für den Frieden gewürdigt. Die kreative Mitmach-Aktion „Making Peace with Nature“ setzt Zeichen für Klima- und Umweltschutz. Erstmals gibt es auch eine Kundgebung zum 1. September, dem traditionellen Antikriegstag, auf dem Bonner Münsterplatz.

„Frieden ist die Basis jeder Entwicklung. Ohne Frieden funktionieren Gesellschaften nicht und das Miteinander über Grenzen hinweg ist fast unmöglich“, sagt die Schirmherrin der Friedenstage, die Bonner Oberbürgermeisterin Katja Dörner. „Die Vereinten Nationen wurden gegründet, um nach einem schrecklichen Krieg dem friedlichen Miteinander in der Welt zu dienen. Und niemals war dieses Anliegen wichtiger als heute.“

Podiumsdiskussion mit Input aus Kenia

Um das Thema Klimawandel und Frieden geht es bei der Podiumsdiskussion am 31. August 2021. Veranstaltet wird sie vom Evangelischen Forum, vom Katholischen Bildungswerk, vom Netzwerk Friedenskooperative und vom Konsortium Ziviler Friedensdienst.

Trockene, heiße Sommer, absterbende Wälder, Starkregen und Waldbrände – die Folgen des Klimawandels sind auch in Deutschland zu spüren. Die Menschen im globalen Süden trifft die Erderwärmung noch härter. Dürren, Hungersnöte und der Verlust von Lebensraum sind dort bedrohliche Realität. Wie kann konsequenter Klimaschutz aussehen, der die ganze Gesellschaft im Blick hat? Wie kann der Umbau zu einer sozial gerechten und ökologisch nachhaltigen Gesellschaft gestaltet werden? Um diese Fragen geht es im Gespräch mit Christoph Bals (Germanwatch) und Sophia Morad (Fridays for Future). Mali Ole Kaunga, Direktor des ZFD-Partners IMPACT in Kenia, wird per Zoom zugeschaltet und bringt eine Perspektive aus Kenia ein.

Der Klimawandel hat schon heute Auswirkung auf die Arbeit der ZFD-Partnerorganisation IMPACT. Dabei geht es vor allem um die Nutzung und das Management natürlicher Ressourcen wie Wasser und Land. Der Fluss Ewaso Ng'iro in Kenia ist die Lebensader von etwa 3,6 Millionen Menschen. Immer häufiger entzünden sich Konflikte um die Nutzung des knapper werdenden Wassers. IMPACT setzt sich gemeinsam mit dem ZFD-Partner Isiolo Peace Link für eine nachhaltige Nutzung des Ewaso Ng'iro und die friedliche Koexistenz seiner Anrainerinnen und Anrainer ein. Regelmäßig findet dazu die „Camel Caravan Campaign“ statt: Bei einer der Aktionen machten sich beispielsweise zwei Karawanen zu einem sechstägigen Marsch nach Archers Post auf, einer kleinen Gemeinde in Zentralkenia, ebenfalls am Fluss Ewaso Ng'iro gelegen. Dort veranstalteten die Teilnehmenden aus sechs Gemeinden ein gemeinsames Kulturfestival und warben für ein nachhaltiges Miteinander. Die diesjährige Camel Caravan Campaign findet vom 16. bis 21. September statt.

Während der Bonner Friedenstage wird Mali Ole Kaunga das Projekt vorstellen und mit den Teilnehmenden diskutieren.

Persönlich oder online teilnehmen

Wer sich zur Präsenzveranstaltung Thema „Klima. Gerecht. Gestalten! Antworten auf die Klimakrise“ anmelden möchte, kann eine E-Mail schicken an info [at] evforum-bonn [dot] de. Anmeldungen für die digitale Teilnahme sind auf der Seite des Evangelischen Forums Bonn möglich.

Ein ausführliches Programm der Bonner Friedenstage finden Sie im Flyer der Veranstaltung. Infos zum Projekt zur friedlichen und nachhaltigen Ressourcennutzung in Kenia der ZFD-Partnerorganisationen IPL und IMPACT finden Sie hier. Über die Kamel-Karawane können Sie sich außerdem einen Dokumentarfilm auf YouTube ansehen.