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„Wenn ihr nicht ins Gefängnis kommt, werden wir euch töten!“
Der 13. Februar 2009 schrieb in Mexiko in zweierlei Hinsicht Schlagzeilen. An diesem Tag nahm die mexikanische Regierung 83 von insgesamt 93 Empfehlungen des UN-Menschenrechtsrates im Rahmen der „Revision zur Menschenrechtssituation in Mexiko“ an. Dies könnte als Indikator dafür angesehen werden, dass Mexiko sich in Sachen Menschenrechte auf einem guten Weg befindet. Am gleichen Tag löste jedoch ein anderes Ereignis im Bundesstaat Guerrero tiefe Besorgnis aus und machte deutlich, wie kritisch es um die Menschenrechte besonders in den südlichen Regionen Mexikos bestellt ist: Die beiden Aktivisten Raul Lucas (39) und Manuel Ponce (32), Präsident und Sekretär der „Organisation für die Zukunft der Mixtecos“ (OFPM) wurden in Ayutla de los Libres von drei bewaffneten Männern entführt. Wie berechtigt die Sorgen um die beiden entführten Menschenrechtsverteidiger waren, wurde genau eine Woche später deutlich. Am 20. Februar wurden die Leichen der beiden Männer aufgefunden - durch Blutergüsse, schwere Verbrennungen und eingeschlagene Zähne aufs Grausamste entstellt.