Publikation
Militarisiert oder zivilisiert?
Dieser Querbrief greift die spannende Frage auf: Wie kann sinnvolles Handeln in internationalen Konflikten aussehen? Schon die Frage scheint etwas Besonderes zu sein, denn Öffentlichkeit und Politik fordern im Konfliktfall alternativlos militärisches Eingreifen. Das ließ sich gerade wieder angesichts der Eskalation der Gewalt bei der Niederschlagung des Volksaufstandes in Libyen beobachten. Die furchtbare Situation wird aber in der Regel nicht besser sondern schlimmer, wenn die Eskalation weiter voran getrieben wird. Die Situation in Irak oder Afghanistan sind Beispiele dafür. Es wäre schon viel geholfen, wenn wir in Krisen erst einmal grundsätzlich fragen würden: Wie werden wir der gegebenen Situation am Besten gerecht? Sehr viel öfter als gemeinhin vermutet wird die Antwort lauten: durch Maßnahmen der zivilen Konfliktbearbeitung. Die Berichte aus der Arbeit des WFD geben dazu hoffentlich Anstöße, z. B. jener von Friedenskomitees in Guinea, die in einer kritischen Situation unter Einbeziehung von Militärs die Eskalation der Gewalt verhinderten.
Ulrich Frey
Zivile Konfliktbearbeitung und vernetzte Sicherheit
Ansätze für einen kritischen Diskurs aus zivilgesellschaftlicher Sicht
Herbert Sahlmann
Ziviles und/oder militärisches Engagement
Zwei Leitgedanken und der Fall Afghanistan
Jasmina Barckhausen
„Mom ku Mom“ – Hand in Hand
Zusammenarbeit und Versöhnung bewaffneter und unbewaffneter Gruppen
Susanne Souaré
Guinea – Spinnennetz des Friedens
Friedensarbeit in Zeiten extremer Gewalt
Martin Nambula
Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben ...
Das Problem der Spoiler
Catharina Hopp
Das Friedenshandwerk lernen
Ausbildungsmöglichkeiten in Methoden ziviler Konfliktbearbeitung
Martin Zint
„Wir scheuen keine Konflikte“
Kampagnen zur Förderung ziviler Konfliktbearbeitung