Publikation
Die Frauenmorde von Ciudad Juárez
Zwischen 1993 und August 2007 sind ca. 475 Frauen in Ciudad Juárez an der Nordgrenze Mexikos, die das Zentrum der Femizide bildet, ermordet worden. Ungefähr 130 von ihnen, im Alter zwischen 13 und 22 Jahren, wurden sexuell gefoltert. Im Oktober 2007 verabschiedete das Europäische Parlament eine Resolution zu den Frauenmorden in Mexiko und Guatemala. Darin wird das Vorgehen der mexikanischen Behörden kritisiert. Die Parlamentarier haben Vorschläge zur Bekämpfung der Straffreiheit, der Korruption und der Ineffizienz des Justizapparates erarbeitet.
Knut Henkel, freier Publizist, führte mit Marisela Ortiz, Mitbegründerin der Organisation Nuestras Hijas de Regreso a Casa (Unsere Töchter auf dem Weg nach Hause) ein Interview. Marisela Ortiz versucht seit Jahren, die Hintergründe der Frauenmorde in Ciudad Juárez ans Licht zu bringen. Wir drucken das Interview mit freundlicher Genehmigung des Autors in Auszügen ab.