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Das Schweigen ist gebrochen
Mehr als 1,7 Millionen Menschen sind durch das Regime des „Demokratischen Kampuchea“ zwischen April 1975 und Januar 1979 durch Hinrichtungen, Folter, Hunger und Krankheiten ums Leben gekommen. Bis 1999 hat es gedauert, bis die letzten der so genannten Khmer Rouge ihre Waffen abgaben. Dafür erhielten sie Straffreiheit, viele sogar Ämter in Verwaltung, Polizei und Streitkräften. Deshalb haben sich viele Überlebende des Völkermordes lange nicht sicher gefühlt und über ihr Leid geschwiegen. Bis heute gibt es in Kambodscha keine einzige Vereinigung von Khmer Rouge-Opfern, die deren Interessen gegenüber Staat und Öffentlichkeit vertritt. Im Jahr 2003 vereinbarte die Regierung mit den Vereinten Nationen die gemeinsame Einrichtung eines Sondertribunals für die noch lebenden Führungsmitglieder der Khmer Rouge. Diese Extraordinary Chambers in the Courts of Cambodia (ECCC), in denen kambodschanische und internationale Richter zusammen Recht sprechen sollen, nahmen Ende 2006 ihre Arbeit auf.
(Ein Artikel über das ZFD-Programm des DED in Kambodscha)