Publikation

Arbeit mit bewaffneten Gruppen

Täter werden in der Friedensarbeit oft nicht als geeignete Zielgruppe angesehen. Dabei können sie, sobald die Rahmenbedingungen stimmen, wertvolle Mittler auf dem Weg zum Frieden sein. Wenn wir Frieden wollen, müssen wir auch mit bewaffneten Gruppen zusammenarbeiten: Sie halten das erste Themenmagazin des Weltfriedensdienstes (WFD) in der Hand. Mit dem WFD Kompass loten wir Positionen aus, geben Impulse und nehmen dabei Kurs auf die zentralen Fragen der Friedensarbeit.

Der Weg zum Frieden führt auch über die Fähigkeit, andere Sichtweisen einnehmen zu können. In diesem Heft beleuchten wir das Thema aus unterschiedlichen Perspektiven: Menschen, die konkrete Expertise in der Arbeit mit bewaffneten Gruppen haben oder selbst Gewaltakteure waren, berichten von ihren Erfahrungen.

Friedensarbeit eröffnet gewaltfreie Handlungsräume. Wo dabei die Grenzen und Möglichkeiten in der Arbeit mit bewaffneten Gruppen liegen, darum geht es in diesem Heft.

Inhalt

Hans Jörg Friedrich: Wenn Kämpfer sprechen, schweigen die Waffen
Ursula Reich, Ulrich Luig im Interview: „Frieden ist die Kompassnadel“
Nenad Vukosavljevic: Ex-Jugoslawien
Jasmina Barckhausen: Guinea-Bissau
Günter Schönegg: Kongo
Susanne und Aboubacar Souaré: Guinea-Conakry

Dieudonné Kibinakanwa: „Gewaltfreiheit ist ein Kampf“
Bigna Nafantcham-na „Ich habe aufgegeben, mich mächtig zu fühlen“
Lutz Taufer: Vom Untergrund ins Armenviertel

Martin Zint: Mediengewalt
Dr. Christine Pawlitzky: Mehr als Opfer
Georg Rohde: Eigenes entgegensetzen
Peter Schumann: Wenn wir Frieden wollen, müssen wir vor allem mit bewaffneten Gruppen arbeiten

Christoph Mohni: Entscheidend ist das Wie
Dr. Ruth Mischnick: In Kindersoldaten wieder Kinder sehen
Dr. Hans-Bernd Zöllner: Myanmar - Annäherung an ein militarisiertes Neuland
Doerthe Beer und Joachim C. Wehnelt: Kurs halten

Erscheinungsdatum

ZFD-Akteur

Weltfriedensdienst

Sprache

Deutsch

Publikationsform