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Interview: “Konflikte der Vergangenheit nicht auf Visionen für die Zukunft anwenden“

Interview: “Stop applying conflicts from the past to visions for the future”

Der Konflikt um den Kosovo nährt sich immer wieder aufs Neue aus einem komplizierten Zusammenspiel politischer und wirtschaftlicher Interessen bestimmter Akteure auf beiden Seiten. Unterfüttert werden diese Interessengegensätze häufig mit historischen Argumenten, die dem eigenen Standpunkt politische und historische Legitimation verleihen und die Unterstützung der Bevölkerung sichern sollen. Dazu bedient man sich der Geschichte der Region selektiv und passt politische Kontexte bestimmter historischer Ereignisse so an, dass sie dem eigenen Interesse dienen. Solch eine Instrumentalisierung der Geschichte kann aber nur dann gelingen, wenn es keinen transparenten und wissenschaftlichen Standards genügenden öffentlichen Diskurs über die Vergangenheit gibt. Das forumZFD möchte mit seiner Arbeit einen pragmatischeren Umgang mit der Vergangenheit fördern und dadurch einen Beitrag dazu leisten, die Konflikte der Gegenwart nachhaltig und friedlich zu überwinden.
In diesem Interview erklären Arbër Salihu, Geschichtswissenschaftler und Lehrplanentwickler im Bildungsministerium in Pristina, und Nikola Samardžić, Geschichtsprofessor an der Belgrader Universität, die unterschiedliche Wahrnehmung und Interpretation der Geschichte des Kosovo, die Rolle von Gewalt – und was für eine friedliche Zukunft Kosovos vonnöten ist.

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ZFD-Akteur

Pro Peace

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Deutsch
Englisch

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