Publikation
Krisenprävention
Frühwarnung vor neuen Herausforderungen
Die Herausforderungen der Krisenprävention und zivilen Friedensförderung sind in den vergangenen Jahren immer komplexer geworden: Zu dem „Mehr“ an Organisationen, die in diesem Bereich tätig sind, hat sich ein „Mehr“ an Strategien und Themen gesellt. Dazu drei Beiträge:
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Frühwarnung vor neuen Herausforderungen
Seit den 1990er Jahren hat das Thema Krisenprävention bei vielen staatlichen und zivilgesellschaftlichen Organisationen in Deutschland sowie international seinen Platz gefunden. Im Mittelpunkt des Interesses steht dabei das Anliegen, Mechanismen zu entwickeln, die vor Gewalteskalationen warnen und (Re-)Aktionen initiieren, die eine Zuspitzung von Konflikten verhindern oder begrenzen.
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Landkonflikte: Vorsorgen, bevor der Streit um Grund und Boden eskaliert
Konflikte um Landnutzung und Besitzrechte sind in vielen Krisenregionen die Ursache von gewaltsamen Konflikten – allein in Afrika waren sie für 29 der 32 seit 1990 ausgetragenen Kriege mit verantwortlich. In Kenia wurde im Januar 2008 deutlich, welches Gewaltpotential diese Konflikte entwickeln können, wenn sie etwa mit ethnischen Rivalitäten oder politischen Machtkämpfen zusammentreffen. Oft sind die Ursachen aber auch, dass Land für private Investitionen wie in Guatemala enteignet wird oder rückkehrende Flüchtlinge nach gewaltsamen Konflikten wie in Burundi Land beanspruchen
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Weitblick ist gefragt: Die regionale Dimension der Konflikte im Tschad und im Sudan
Lange galt der Konflikt im Tschad als Spill-over der Darfur-Krise. Doch die Situation ist komplizierter und die Konflikte in der Region sind eng miteinander verbunden: Zum einen geht es um Ressourcenkonflikte zwischen Viehzüchtern in der Grenzregion, andererseits marginalisieren beide Regierungen verschiedene Minderheiten ihrer Bevölkerung. Auch das Interesse von Ländern wie China oder der USA an den Erdölvorkommen im Tschad und im Sudan trägt zur Verschärfung der Situation bei.
Erscheinungsdatum
ZFD-Akteur
Arbeitsgemeinschaft Frieden und Entwicklung
Sprache
Deutsch