Publikation

Kritisches Hinterfragen alltäglicher Gewohnheiten

Training als Mittel für Veränderungsprozesse - Erkenntnisse aus einem Projekt des Zivilen Friedensdienstes in Palästina

Trainings sind kein Selbstzweck, sondern immer nur Mittel zum Zweck. In der zivilen Konfliktbearbeitung ist dieser Zweck ein gesellschaftlicher Veränderungsprozess. Nur wenn Trainings, verstanden als Prozess, nicht als einmalige Veranstaltung, sorgfältig und passgenau in einem solchen Veränderungsprozess durchgeführt werden, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sie wirksam sind. „Wirksam“ bedeutet hier, dass sie den Veränderungsprozess unterstützen, ihn voranbringen.

Wie ein wirksamer Trainingsprozess aufgebaut werden kann, woran zu denken ist, wo Grenzen liegen und viele weitere Fragen kommen in diesem Erfahrungsbericht zur Sprache. Das dokumentierte Vorhaben hatte die Arbeit mit Frauen im ländlichen Raum in Palästina im Fokus. Die gemachten Erfahrungen sind jedoch auch für viele andere Zusammenhänge von wertvoller Bedeutung, durchaus auch über die Grenzen Palästinas hinaus. Zumindest all denen, die im Rahmen des BMZ-Instrumentes „Ziviler Friedensdienst“ mit Trainingsprozessen arbeiten, sei eine Lektüre sehr ans Herz gelegt.

Von Dezember 2003 bis November 2008 kooperierten die KURVE Wustrow Bildungs- und Begegnungsstätte für gewaltfreie Aktion und die Union of Palestinian Women Committees in einem Projekt des Zivilen Friedensdienstes mit dem Ziel, Frauen, die vornehmlich aus dem ländlichen Bereich kommen, zu stärken, dezentrale Trainingsstrukturen auf der Graswurzelebene sowie eine Gruppe von TrainerInnen aufzubauen und zu vernetzen.

Erscheinungsdatum

ZFD-Akteur

KURVE Wustrow - Bildungs- und Begegnungsstätte für gewaltfreie Aktion

Sprache

Deutsch

Herausgeber*in

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