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Friedensfilmpreis an Dokumentarfilm TUTU
23.02.2026Ein Dokumentarfilm über den Friedensnobelpreisträger Desmond Tutu wurde im Rahmen der Berlinale 2026 mit dem Friedensfilmpreis ausgezeichnet. Der Preis würdigt Filme, die sich mit Frieden, Menschenrechten, sozialer Gerechtigkeit und einem solidarischen Miteinander auseinandersetzen und die filmische Mittel in den Dienst von Verständigung und gesellschaftlichem Engagement stellen.
Der Film TUTU von Regisseur Sam Pollard porträtiert den südafrikanischen Friedensnobelpreisträger Desmond Tutu als eine moralische Stimme im Kampf gegen Apartheid und Rassismus – und zeigt ihn zugleich als Menschen voller Humor, Glauben und Mitgefühl. In der Begründung der Jury heißt es:
„Sam Pollard gelingt mit seinem eindrucksvollen Dokumentarfilm ein feinfühliges, zugleich politisch kraftvolles Porträt des Friedensnobelpreisträgers Desmond Tutu. Mit bislang unveröffentlichtem Filmmaterial entfaltet der Film ein packendes Zeugnis menschlicher Größe: Er zeigt Tutu als zentrale Figur im Kampf gegen Apartheid und Rassismus ebenso wie als privaten Menschen voller Humor, Glauben und Mitgefühl. In der Verbindung von intimer Nähe und historischer Dimension entsteht ein universelles Plädoyer für den Mut, sich unerschütterlich für Menschlichkeit und Freiheit einzusetzen.“
Filme machen Zusammenhänge sichtbar
Der Friedensfilmpreis wird seit 1986 im Rahmen der Berlinale vergeben. Heute wird er gemeinsam von der Heinrich-Böll-Stiftung und dem Weltfriedensdienst getragen. Ihre Überzeugung: Friedensarbeit beginnt nicht erst in politischen Verhandlungen oder internationalen Programmen. Sie beginnt dort, wo Menschen bereit sind, ihre Perspektive zu verändern, zuzuhören und die Realität anderer wahrzunehmen. Filme können genau das ermöglichen: hinschauen lassen, Zusammenhänge sichtbar machen und Empathie schaffen – über Grenzen hinweg.
Über den Preisträgerfilm hatte eine unabhängige, rein weiblich besetzte Jury entschieden, zu der auch die ZFD-Fachkraft Jasmina Barckhausen gehörte. Sie arbeitet seit vielen Jahren in Guinea-Bissau zu ziviler Konfliktbearbeitung, Dialogprozessen und Friedensjournalismus.
Mehr Informationen zum Friedensfilmpreis und den Dokumentarfilm Film TUTU (Vereinigtes Königreich 2026, Regie: Sam Pollard, 101 Minuten) finden Sie beim Weltfriedensdienst und der Heinrich-Böll-Stiftung.
Foto: Thomas Kelsey, Los Angeles Times/Wikimedia Commons
