Studium trifft Praxis

Projektbeispiel aus Bolivien

Der Klimawandel verschärft in Bolivien die ohnehin verbreiteten Konflikte um Wasser und Land. An der bolivianischen Uni Núr gibt es seit kurzem einen Studiengang zur Bearbeitung solcher Konflikte. Entwickelt wurde er in Kooperation mit dem ZFD. Im Interview erläutern Rektor William Shoaie Baker und Dozentin Mirna Inturias, welchen Beitrag das Studium zu Frieden, Gerechtigkeit und Klimaschutz leistet.

Das Quiz

zu Klima & Frieden

Der ZFD-Hub „Frieden verbessert das Klima“ bietet Einblick in das Spannungsfeld Klima und Konflikt. Die dort vorgestellten Beispiele aus der Praxis zeigen, dass Kooperation zur Bewältigung der Klimakrise nötig ist. Testen Sie mit diesem Quiz Ihr Wissen zu „Klima und Frieden“ anhand von acht Fragen.

Vom Vorteil der Vorsorge

Projektbeispiel aus Sierra Leone

In Sierra Leone ist der ZFD mit seinem Partner YMCASL in der Katastrophenvorsorge aktiv. Ziel ist, die Menschen für ihr Klimarisiko zu sensibilisieren, damit sie sich besser wappnen können. Workshops legen den Grundstein für vorausschauendes Handeln. Dazu mussten zunächst sprachliche Hürden überwunden werden.

Ukraine

Zivile Friedensförderung stärken

Drei Wochen nach Kriegsbeginn sind ukrainische Partnerorganisationen und Fachkräfte des ZFD weiter aktiv. Der Zivile Friedensdienst setzt sich für eine starke ukrainische Zivilgesellschaft ein – und für eine künftige deutsche Außen- und Sicherheitspolitik mit friedenspolitischer Ausrichtung.

Umwelt und Frieden vereinen

Zur 5. Sitzung der UN-Umweltversammlung

Bei der UN-Umweltversammlung vom 28.2. bis zum 2.3.2022 wird über ein globales Plastikabkommen debattiert. Doch was hat Plastik mit Klima, Gerechtigkeit und Frieden zu tun? Umwelt und Frieden sind Schätzungen zufolge mit je rund 80 Prozent aller Ziele für nachhaltige Entwicklung der Agenda 2030 verknüpft. Beide Bereiche müssen zunehmend zusammen betrachtet werden.

Online-Talk zu Klima und Konflikt

ZFD im Austausch mit Forschung und Zivilgesellschaft

Wie genau hängen Klimakrise und Konflikte zusammen? – Diese Frage stand im Mittelpunkt des Online-Gesprächs „Heißes Klima, heiße Konflikte“ mit Stefanie Wesch vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, Vera Künzel von Germanwatch und Noé Müller-Rowold, ZFD-Koordinator im Sahel. Organisiert und moderiert wurde die Veranstaltung vom ZFD-Träger forumZFD.

Philippinen

Das Gold glänzt nicht für alle

Wo der Klimawandel bestehende Konflikte verschärft, ist Zivile Konfliktbearbeitung unerlässlich, wie diese Reportage aus der Provinz Davao de Oro zeigt. Hier bringt der für manche lukrative Goldabbau Umweltverschmutzung und Benachteiligung für viele andere. Die Folgen des Klimawandels gießen weiteres Öl ins Feuer. ZFD-Partner LKMFI setzt sich in der Region für eine gewaltfreie Bearbeitung der Konflikte und für mehr gemeinschaftlichen Umwelt- und Klimaschutz ein.

Philippinen

Jugend für Klima und Frieden

Die Collective Climate Campaign (3C) ermutigt und ermächtigt Jugendliche auf Mindanao für Klimagerechtigkeit einzutreten. Mindanao ist seit langem durch schwere Konflikte gezeichnet und zugleich stark von den Folgen des Klimawandels betroffen. Abuzar Salik, Mitbegründer der Initiative und Mitglied der ZFD-Partnerorganisation MPPM, gibt Auskunft über die Ziele von 3C.

Zu Gast im Podcast

Angelika Claußen & Bernhard Trautvetter

Welchen Einfluss haben Militär und Kriege auf die Klimakrise? Neben erschütternden Fakten und düsteren Prognosen kommt auch die Hoffnung nicht zu kurz im Gespräch mit Dr. Angelika Claußen und Bernhard Trautvetter.

Herausforderung Klima-Konflikt-Forschung

Gastbeitrag von M. Müller, M. Brien & T. Cranshaw (HIIK)

Die Folgen des Klimawandels können Konflikte schüren und verschärfen. Die genauen Zusammenhänge sind aber noch nicht eindeutig geklärt. Der Beitrag des HIIK zeigt die methodischen Herausforderungen der Klima-Konflikt-Forschung und gibt Empfehlungen zum erforderlichen Ausbau der Forschungsfeldes.

Militär und Krieg als Klimakiller

Gastbeitrag von Prof. Dr. Moegling

Kriege und Konflikte belasten nicht nur das Klima zwischen Menschen, sondern auch die Umwelt. Das Militär ist einer der größten institutionellen Emittenten von schädlichen Klimagasen. Kriege und gewaltsame Konflikte sind für massive Umweltschäden verantwortlich. Prof. Dr. Klaus Moegling erläutert in seinem Beitrag die drastischen Auswirkungen von Krieg und Militär auf die Umwelt und den Klimawandel.

Klimakrise erfordert Konfliktbearbeitung

Konsortium ZFD appelliert anlässlich der COP26 an Politik

Vom 31.10.21 bis zum 12.11.21 findet die UN-Klimakonferenz COP26 in Glasgow statt. Zu diesem Anlass weist das Konsortium Ziviler Friedensdienst auf das zunehmende Konfliktpotenzial in der Klimakrise hin. Das Konsortium ZFD appelliert an die internationale Politik und an die verhandelnden Parteien für eine neue Bundesregierung, Maßnahmen Ziviler Konfliktbearbeitung deutlich auszubauen. Ziel muss es sein, Konflikte in der Klimakrise gewaltfrei und kooperativ zu bewältigen.

Sudan

Dialog im Zeichen des Klimawandels

Die Verknappung von Acker- und Weideland infolge des Klimawandels befeuert im Sudan zunehmend Konflikte. In der Provinz West Kurdufan arbeitet ZFD-Partner Bana Group mit den Beteiligten an einem Abkommen zur Beilegung der Konflikte. Das Projekt hat Modellcharakter für das ganze Land.

Zu Gast im Podcast

Elise Kopper & Jan Burck

Was treibt die Klima- und die Friedensbewegung an, was eint, was trennt, was tun? Darüber sprechen Jan Burck und Elise Kopper im GIZ/ZFD-Podcast.

Globales Netz

für Klimagerechtigkeit

Im Kampf für Klimagerechtigkeit und Frieden haben der globale Norden und Süden etwas gemeinsam: Sie sind voneinander abhängig. Daher sollten sie sich stärker zusammentun. Dafür setzt sich auch der ZFD ein, z.B. durch die Begleitung von Menschenrechtsverteidigerinnen und -verteidigern in Lateinamerika.

Dialog und Kooperation

zur Bewältigung der Klimakrise

Bei der Begrenzung des Klimawandels und dem Umgang mit seinen Folgen spielt Zivile Konfliktbearbeitung eine wichtige Rolle. Sie unterstützt die gewaltfreie und konstruktive Zusammenarbeit an einem der drängendsten Probleme der Menschheit. Welchen Beitrag der Zivile Friedensdienst leistet, erfahren Sie im Interview mit Anja Petz und Martin Vehrenberg, Sprecherin und Sprecher des ZFD.

Zu Gast im Podcast

Nina Nick & Noé Müller-Rowold

Am Beispiel Niger geben Nina Nick und Noé Müller-Rowold Einblicke in die Herausforderungen des Klimawandels für die Friedensarbeit.

Uganda

Dem Klimawandel auf der Spur

Im Osten Ugandas ist der Klimawandel schon spürbar. Regen- und Trockenzeiten sind kaum noch vorhersehbar. Das bedroht die existenziell wichtige Viehzucht und den Ackerbau. ZFD-Koordinator Stefan Friedrichsen gibt einen Ausblick auf die Möglichkeiten des ZFD und seiner Partner, die Menschen angesichts der Herausforderungen zu unterstützen.

Für Frieden und Gerechtigkeit in der Klimakrise

ZFD-Hub zu Klima, Konflikt und Kooperation

Die Klimakrise ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Dort, wo es ohnehin schon brennt, kann der Klimawandel zum Brandbeschleuniger werden. Doch nicht die Konflikte sind das Problem, sondern die Art damit umzugehen. Auf dem Weg durch die Klimakrise hilft Zivile Konfliktbearbeitung dabei, die Weichen frühzeitig auf Kooperation zu stellen.

Niger

Ressourcenkonflikte im Dialog lösen

Im Süden Nigers sind viele Menschen von klimasensitiven Einkommensquellen wie Landwirtschaft und mobiler Viehhaltung abhängig. Schon heute erschwert der Klimawandel das Leben in der Region. Konflikte verschärfen sich. ZFD-Fachkraft Nina Nick beschreibt, wie der ZFD in dieser Situation gemeinsam mit allen Beteiligten Wege für ein friedliches Zusammenleben sucht.

Zu Gast im Podcast

Rebecca Froese

Seit 2020 betreibt ZFD-Träger GIZ den Podcast: „Jetzt mal ganz friedlich“. Vier Folgen greifen das Thema Klima und Frieden mit Gästen aus Forschung und Praxis auf. Den Auftakt macht Rebecca Froese von der Friedensakademie Rheinland-Pfalz. Die ehemaligen ZFD-Fachkräfte Jule Koch und Sebastian Niesar sprechen mit ihr darüber, wie Frieden das Klima verbessert.

Der Zivile Friedensdienst (ZFD) ist ein Programm für Gewaltprävention und Friedensförderung in Krisen- und Konfliktregionen. Er setzt sich für eine Welt ein, in der Konflikte ohne Gewalt geregelt werden. Neun deutsche Friedens- und Entwicklungsorganisationen führen den ZFD gemeinsam mit lokalen Partnerorganisationen durch. Fachkräfte des ZFD unterstützen Menschen vor Ort langfristig in ihrem Engagement für Dialog, Menschenrechte und Frieden.

Klima braucht Frieden

Zivile Konfliktbearbeitung hilft, die Klimakrise zu bewältigen. Wie sie funktioniert, und wie die Verzahnung von Klima- und Friedensarbeit gelingen kann, zeigen die Beiträge und Praxisbeispiele im ZFD-Online-Hub „Frieden verbessert das Klima“.
Corona-Pandemie: Zwischen Solidarität und Spannungen
18.06.2020#Krisenprävention

Corona-Pandemie: Zwischen Solidarität und Spannungen

In Myanmar ist angesichts der COVID-19-Pandemie ein hohes Maß an Solidarität unter der Bevölkerung zu beobachten. Auch die ZFD-Partnerorganisation MPYA engagiert sich derzeit vor allem in der gesundheitlichen Aufklärung und Nothilfe. MPYA verliert aber auch die anderen dringlichen Themen im Land nicht aus den Augen. Das ist umso wichtiger, da angesichts der Pandemie mancherorts interethnische und interreligiöse Spannungen zunehmen, in Teilen auch die Repressionen von staatlicher Seite.

Corona-Pandemie: Ruhe im Sturm
10.06.2020#Bewusstseinsbildung

Corona-Pandemie: Ruhe im Sturm

Während das benachbarte Indonesien weiter von steigenden Fallzahlen betroffen ist, gilt Timor-Leste seit dem 15. Mai offiziell als coronafrei. Dass die Zahl der Infizierten überschaubar blieb, ist auch der Erfolg einer emsigen Zivilgesellschaft. Die ZFD-Partner Ba Futuru und CPA tragen seit dem Auftreten von COVID-19 dazu bei, die Bevölkerung über Gefahren und Schutzmaßnahmen zu informieren. Das läuft bislang vor allem über virtuelle und mobile Kanäle – und erfordert eine flexible und kreative Herangehensweise. Die Ergebnisse sprechen für sich.

Corona-Pandemie: Alte Wunden, neue Wege
02.06.2020#Vergangenheitsarbeit

Corona-Pandemie: Alte Wunden, neue Wege

Friedensarbeit lebt davon, Menschen zusammenzubringen, im Dialog, in der Gruppenarbeit, bei Seminaren und öffentlichen Veranstaltungen. In den Ländern des westlichen Balkans sind Gesprächsrunden mit Veteranen, interethnische Jugendgruppen, der gemeinsame Besuch von Gedenkstätten und vieles mehr wesentliche Bestandteile der Arbeit des ZFD und seiner lokalen Partner. Die Einschränkungen des öffentlichen Lebens durch COVID-19 stellen diese Arbeit deshalb vor besondere Herausforderungen.

Corona-Pandemie: Mit Streetwork & -Art COVID-19 stoppen
26.05.2020#Bewusstseinsbildung

Corona-Pandemie: Mit Streetwork & -Art COVID-19 stoppen

Der Jugendverband PJDD setzt sich im westafrikanischen Guinea für eine gewaltfreie Entwicklung zu mehr Demokratie ein. Angesichts der COVID-19-Bedrohung leisten die PJDD-Mitglieder nun auch gesundheitliche Aufklärung. Denn die Pandemie birgt die Gefahr, die ohnehin angespannte Konfliktlage zu verschärfen. Der ZFD arbeitet mit der PJDD zusammen und ergänzt die Aufklärungsarbeit durch Street Art.

Corona-Pandemie: Risiken nicht genderneutral
19.05.2020#Gender

Corona-Pandemie: Risiken nicht genderneutral

COVID-19 bedroht uns alle. Doch die Risiken sind nicht gleich verteilt. Das zeigt nicht nur der Vergleich zwischen Ländern. Auch innerhalb eines Landes gibt es gravierende Unterschiede. In Nepal beispielsweise sind Frauen einem weit größeren Risiko ausgesetzt als Männer. „Die Auswirkungen der Pandemie sind nicht geschlechtsneutral", weiß Lily Thapa, Gründerin der ZFD-Partnerorganisation WHR zu berichten. Daher verstärkt die Organisation „Women for Human Rights“ ihre Kräfte in der Krise.

Corona-Pandemie: In Musik vereint
12.05.2020#Bewusstseinsbildung

Corona-Pandemie: In Musik vereint

Warum Friedensarbeit in Zeiten von COVID-19 weitergehen muss? Weil jede Krise die Gefahr birgt, Konflikte zu verschärfen. Doch eine Krise kann auch dazu genutzt werden, Gräben zu überwinden. Das zeigt ein Beispiel aus Uganda. Dort haben sich auf Initiative des ZFD Musikschaffende aus zwei historisch zerstrittenen Regionen zusammengefunden. Mit einem gemeinsamen Song informieren sie über das Corona-Virus und rufen zu mehr Miteinander auf.

Corona-Pandemie: Die Menschen(rechte) im Blick
06.05.2020#Menschenrechte

Corona-Pandemie: Die Menschen(rechte) im Blick

COVID-19 ist nicht allein eine gesundheitliche Bedrohung – und die Auswirkungen der Pandemie nicht allein wirtschaftlicher Natur. Die psychosozialen Belastungen sind gravierend. Vielerorts steigt das Ausmaß häuslicher Gewalt. Die Menschenrechte werden mitunter vernachlässigt. Und die Pandemie birgt auch die Gefahr, soziale Ungleichheiten weiter zu verstärken. All dem stellt sich das nepalesische Netzwerk COCAP entgegen.

Corona-Pandemie: Versöhnung im virtuellen Raum
24.04.2020#Versöhnung

Corona-Pandemie: Versöhnung im virtuellen Raum

Es ist das vielleicht wichtigste Zeichen der Versöhnung in diesem so festgefahrenen Konflikt: die gemeinsame palästinensisch-israelische Gendenkveranstaltung „Memorial Day Ceremony“. Im letzten Jahr kamen über 9.000 Menschen zusammen, um gemeinsam der Opfer des langjährigen Konflikts zu gedenken. Am 27.4.2020 wird der „Memorial Day“ zum 15. Mal begangen. Doch wie kann gemeinsame Begegnung in Zeiten von Corona gelingen? Und warum ist es wichtig, die Gedenkfeier trotz Corona-Pandemie zu veranstalten?

Corona-Pandemie: Bolivien
22.04.2020#Menschenrechte

Corona-Pandemie: Gesundheit vs. Menschenrechte?

Um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, sind gegenwärtig Maßnahmen erforderlich, die einen erheblichen Eingriff in die Grund- und Menschenrechte bedeuten. Daran gibt es grundsätzlich wenig zu rütteln. Und doch ist es wichtig, daran zu erinnern, dass jede Einschränkung wohlüberlegt sein muss. Vorbeugung darf nicht zulasten der Menschen gehen. Die Einschränkungen dürfen nicht von Dauer sein. Die Partner des ZFD nehmen in diesen Zeiten einmal mehr die Rolle eines Wächters der Menschenrechte ein wie Beispiele aus Bolivien und Mexiko zeigen.