Projekte

Nach dem Krieg ist vor dem Frieden: Dialoge initiieren, Konflikte ausbalancieren

ZFD-Akteur: AGIAMONDO
Projektland: Uganda
Projektlaufzeit: 
2016 bis 2020

Konfliktkontext: Uganda litt fast vierzig Jahre unter den Diktaturen Amins und Obotes sowie unter langjährigen Bürgerkriegen in verschiedenen Regionen des Landes. Hunderttausende Menschen starben. Vor allem der Norden und Nordosten Ugandas sind geprägt von ethnischen Auseinandersetzungen. Diese stehen häufig im Zusammenhang mit den Lebensweisen der Pastoralisten (Viehhirten, die Naturweidewirtschaft betreiben) und mit Viehdiebstählen. Verschärft werden die Konflikte durch die weite Verbreitung von Kleinwaffen, die historisch bedingte infrastrukturelle Isolation der Projektregion (insbesondere Karamoja), die ökonomische Perspektivlosigkeit der Menschen sowie eine fortbestehende Vernachlässigung der Region durch die Behörden.

Projekt: ZFD-Fachkräfte arbeiten in der Region daran mit, gewaltfreie Lösungswege für Konflikte zu erarbeiten, die im Zusammenhang mit der Verteilung und der Nutzung von Land mit unterschiedlichen Landrechtssystemen und mit der pastoralistischen Viehwirtschaft und Landrechten entstehen. Sie schulen Multiplikatorinnen und Multiplikatoren vor Ort in ziviler Konfliktbearbeitung und gewaltfreier Kommunikation und unterstützen sie bei der friedlichen Beilegung der Probleme. Außerdem werden Räume für Dialog und Verständigung eröffnet, die ein Umdenken zu Gewaltfreiheit erleichtern und Wege der Versöhnung vorbereiten sollen. Beispielsweise werden Friedensgebete initiiert, an denen Menschen unterschiedlicher Gruppen und Religionen teilnehmen. Sie gedenken dabei gemeinsam der vielen Toten, die durch die unnötige Gewalt umgekommen sind.

Projektpartner: 
Advance Africa
Caritas Moroto
Gulu Caritas Kotido
John Paul II Center for Justice and Peace
Justice and Peace Commission der Diözese Kotido
Justice and Peace Commission der Diözese Lira
Justice and Peace Commission der Erzdiözese Gulu
Kampala
Projektstandorte: 
Gulu
Kampala
Kotido
Lira
Moroto
Zielgruppen: 
Ugandische Bevölkerung in den Gebieten des Nordens und des Ostens (insbesondere Karamoja)
ZFD-Fachkräfte (im Einsatz): 
7
Stand: 
4. Quartal 2019