Arbeiten im ZFD

Israel/Palästina: Yeliz Tolan
Serbien: Nenad Vukosavljevic
Sierra Leone: Martin Rink
Kambodscha: Anne Ernst
Kolumbien: Inge Kleutgens
Sierra Leone

ZFD-Fachkräfte bringen neben Kenntnissen in ziviler Konfliktbearbeitung und Engagement auch Berufs- und Lebenserfahrung mit. Voraussetzungen sind unter anderem

  • eine abgeschlossene Berufsausbildung,
  • mehrjährige Berufserfahrung in einem für den ZFD relevanten Arbeitsfeld,
  • zivilgesellschaftliches Engagement,
  • Organisationsfähigkeit und Verhandlungsgeschick,
  • soziale Kompetenz, Geduld und Belastbarkeit.

Dazu kommen weitere Qualifikationen, die sich aus dem jeweiligen Einsatzbereich ergeben.

Aktuelle Stellenausschreibungen: Jobs


 

Portraits von ZFD-Fachkräften

Hans-Ulrich Krause: Tue Gutes und sprich darüber (Philippinen)

Nach drei Jahren Einsatzdauer auf den Philippinen sind es gerade die Alltagsgespräche, an denen man ablesen kann, wie weit man inzwischen in Land und Kultur angekommen ist. Gestatten: Uli Krause, GIZ-Entwicklungshelfer im Programm Ziviler Friedensdienst (ZFD). Hier in Butuan City, auf der von Konflikten heimgesuchten Insel Mindanao, befindet sich mein Arbeitsplatz an der Seite eines großen regionalen Sozialamts. Daß sich dieses komplexe Gefüge nicht immer mit wenigen Sätzen erklären läßt, merkte ich vor wenigen Wochen erst wieder an jenem Small-Talk, in den ich mich während einer simplen Banküberweisung verstrickt fand. "Aber warum braucht es für diese Arbeit einen Ausländer?" fragte mir der Schalterangestellte Löcher in den Bauch ...
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Silke Studzinsky: Vertreterin der Opfer am Rote-Khmer-Tribunal (Kambodscha)

Als das Tribunal, das über die Hauptverantwortlichen des Pol-Pot-Regimes in Kambodscha richten soll, im Jahr 2006 seine Arbeit aufnimmt, sind mehr als 25 Jahre nach dem Ende der Schreckensherrschaft der Roten Khmer vergangen. Dieses Gericht („Extraordinary Chambers of the Courts of Cambodia“, kurz ECCC) und die Grundlagen seiner Rechtsprechung sind das Ergebnis von zähen Verhandlungen zwischen den Vereinten Nationen und der kambodschanischen Regierung. „Es ist das erste Gericht, das über Massenverbrechen urteilt, in dem Opfer eine prozessuale Rolle als Nebenklägerinnen oder Nebenkläger einnehmen. Das könnte Modellcharakter für andere Tribunale haben“, erklärt Silke Studzinsky, ZFD-Fachkraft der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ).
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Dr. Desire Nzisabira: Kooperation statt Konkurrenz (Uganda)

Von wie viel Geld lebt eigentlich ein Mensch, der im Slum wohnt, mit welchen Berufen wird dieses Geld verdient und wie viele Angehörige müssen ebenfalls von diesem Einkommen leben? Die Antworten liegen keineswegs im Nebulösen, sagt Desire Nzisabira, ZFD-Koordinator und Friedensfachkraft der AGEH in Uganda. Der Jurist mit Doktortitel hat europäisches Recht mit dem Schwerpunkt Menschenrechte studiert.
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Claus Schrowange: Theater als Mittel der Veränderung (Uganda)

Mit Theater lässt sich die Gesellschaft verändern und Zukunft gestalten. Davon war der Brasilianer Augusto Boal, Erfinder des „Theater der Unterdrückten“ überzeugt. Und das treibt auch die ugandische Theatertruppe Rafiki (in Kiswahili: Freund) mit Claus Schrowange an, die Boals Methode anwendet. Schrowange ist beim East African Institute of Governance and Conflict Management in Kampala angestellt. Das Institut engagiert sich für Frieden, Menschenrechte und die Stärkung der Zivilgesellschaft. Schrowange, ein Sozialarbeiter im Zivilen Friedensdienst, hat viel Erfahrung in interkultureller Zusammenarbeit und Theaterarbeit.
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Aboubacar Souaré: Menschenrechte und Friedensforen (Guinea)

„Generell hängt die Akzeptanz der Friedensfachkräfte sehr von den persönlichen Fähigkeiten ab. Soziale Kompetenzen sind dabei wichtiger als die akademische Bildung.“ Aboubacar Souaré weiß, wovon er spricht: Seit 1995 arbeitet der Soziologe für den Weltfriedensdienst (WFD), seit 2008 als ZFD-Fachkraft. Vor dieser Zeit war der gebürtige Guineer Gymnasiallehrer und Universitätsdozent: „Als ich die Gelegenheit bekam, mich in dem Land, in dem ich geboren und aufgewachsen bin, für die Demokratisierung einzusetzen, nahm ich sie sofort an.“ Vor Ort arbeitet er mit der guineischen Menschenrechtsorganisation OGDH (Organisation Guinéenne de Défense des Droits de l’Homme et du Citoyen) zusammen. Das Projekt vernetzt verschiedene Akteure der Zivilgesellschaft mit der Polizei, dem Militär und Beamten. In sogenannten „Friedensforen“ werden verschiedene Positionen zu aktuellen politischen Themen am Runden Tisch diskutiert. Diese Gespräche werden dann über Radiosender oder im Fernsehen verbreitet, so dass auch die Bevölkerung an den Prozessen teilnimmt.
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