"A World Not Ours” – Gewinner des Friedensfilmpreises der 63. Berlinale 2013

Der Dokumentarspielfilm des dänisch-palästinensichen Regisseurs Mahdi Fleifel gewinnt den mit 5.000 € dotierten Friedensfilmpreis. Er erzählt  über das Leben in einem palästinensischen Flüchtlingscamp im Südlibanon seit den 80iger Jahren bis heute.

Laut der Jury ist A World not Ours „einer der wenigen Filme, die von Palästinensern über Palästinenser gedreht wurden“. Martin Zint, Mitarbeiter des Weltfriedensdienstes und Mitglied der Jury des Friedensfilmpreises der 63. Berlinale 2013, war bei der gestrigen Preisverleihung dabei und sagt folgendes über den Film:

 „Der dänisch-palästinensische Regisseur Mahdi Fleifel stammt aus dem Flüchtlingslager Ain el-Helweh, einem der ältesten im Süd-Libanon. Sein Vater und er dokumentieren mit der Kamera das Leben der Familie und des Lagers mit liebevollem Blick und Humor – über dreißig Jahre hinweg. Deutlich wird die zermürbende Situation der Menschen ohne Hoffnung und Zukunft im Lager, das zu einer Insel der Isolation wird.

Aus Fleifels Erinnerungen entsteht ein dichtes Bild vom Leben im Niemandsland. Der Film befreit sich völlig von den üblichen Schemata der Einordnung der Konflikte zwischen Israelis und Palästinensern. So wird er zu einem Plädoyer für einen neuen Friedensprozess im Nahen Osten. Immer mehr Menschen leben über längere Zeiträume in den Flüchtlingslagern unserer Erde. Sie hoffen immer noch auf ein Leben in Würde und darauf in ihre Heimat zurückkehren zu können.“

Weitere Eindrücke von Martin Zint als Jury-Mitglied des Friedensfilmpreises auf der Berlinale

Webseite des Friedensfilmpreises

Informationen zum Film auf der Website der Berlinale