Prävention und Konfliktbearbeitung mit andiner Note

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Die bolivianische Stadt Potosí war einst für ihren Silberreichtum weltberühmt. Heute gehören Stadt und Landkreis zu den ärmsten Regionen Boliviens. Häufig kommt es hier zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen. Der Kultur der Gewalt setzt die ZFD-Partnerorganisation ISALP (Investigación Social y Asesoramiento Legal Potosí) nun eine Kultur des Friedens entgegen. Kurse zu gewaltfreier Konfliktbearbeitung sollen die Gemüter beruhigen und zum Verfassungsziel „Vivier bien“ (Gut leben) beitragen. Die Kurse beziehen die indigene und andine Kultur eng mit ein.

Im Departement Potosí, einem der ärmsten Landkreise Boliviens, werden Konflikte zwischen indigenen Gemeinschaften, Bauern und Viehhaltern, Genossenschaften, Staatsunternehmen und Behörden häufig mit Gewalt ausgetragen. Verbale und physische Aggressionen sowie Blockaden, Aufmärsche, Beschlagnahmungen, Besetzungen und Zerstörungen sind fast alltäglich. Dabei geht es überwiegend um Ressourcen wie Wasser, Boden oder Unternehmenseinnahmen.

Um die Gewalt zu stoppen unterstützt der ZFD die Arbeit der lokalen Partnerorganisation ISALP (Investigación Social y Asesoramiento Legal Potosí) zur nachhaltigen und gewaltfreien Konflikttransformation im Raum Potosí. Besonders ist, dass dabei viel Wert auf traditionelle indigene Bräuche und die andine Kultur gelegt wird. Beides wird mit den Ansätzen der gewaltfreien Konfliktbearbeitung verknüpft, damit diese von den Menschen vor Ort gut angenommen werden können.

Mit der Wiederbelebung indigener Kulturformen geht die Stärkung der Rolle der Frauen einher. Die andine Kosmologie sieht das Gleichgewicht, bzw. die Gleichberechtigung von Frauen und Männern in allen Bereichen des Lebens vor. Harmonie und Gleichgewicht zwischen den Menschen und mit der Natur sind hier gleichbedeutend mit Frieden und wesentliche Bestandteile des „Vivir Bien“, des guten Lebens.

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