Ostkongo: Herausforderung Friedensjournalismus

Die bekannte ugandische Journalistin Rosebell Kagumire wurde von HEAL Africa und der ZFD-Fachkraft Désirée Lwambo eingeladen, um kongolesische JournalistInnen und AktivistInnen für bessere Berichterstattung zu Friedensfragen fortzubilden. In ihrem Blog hat sie Eindrücke aus der Grenzregion des Ostkongo und Stimmen der TeilnehmerInnen festgehalten.

 Für die konflikterfahrene Uganderin sind die kongolesischen Bedingungen zumindest sehr ‚tough‘: „Die JournalistInnen genießen meistens nicht den Schutz eines großen Medienhauses, und sie können sich leicht Feinde machen, unabhängig davon wie ‚objektiv‘ sie berichten. In einem Land, in dem Regierungstruppen wie Milizen Verbrechen begehen, ist die Arbeit von LokalreporterInnen viel schwieriger.“ Und Rosebell  weist daraufhin, dass mehr als 25 bewaffnete Gruppen in den Provinzen Nord- und Südkivu unterwegs sind.

„Die Verfassung meines Landes garantiert Pressefreiheit. Dennoch sind einige politische Entscheider nicht sehr froh, wenn wir auf Menschrechtsverletzungen hinweisen“, berichtet Jacques Vagheni, der als Journalist für ein Community Radio in Goma arbeitet. „Als die M23 Rebellen Goma übernahmen, wurden einige JournalistInnen am Telefon bedroht, für den Fall dass sie schlecht über die Rebellen berichten würden. Die Rebellen kontrollierten die Sicherheit in der Stadt, und das bedeutete, dass JournalistInnen nicht sicher sein konnten, was passieren würde, wenn sie sich in einer bestimmten Weise äußern würden. Wenn wir mehr darüber wüssten, wie wir Social Media benutzen können, das würde unter Umständen hilfreich sein für das Recht auf freie Meinungsäußerung.“

Passy Mubalama ist eine Journalistin und Bloggerin aus Goma: „Für JournalistInnen ist es sehr frustrierend hier, besonders wegen der Kriegssituation und der Anwesenheit so vieler bewaffneter Gruppen und Rebellen. Wenn wir beispielsweise ein Interview mit den Rebellen machen, ist es sehr schwierig, das in die nationalen Medien zu bringen. Das akzeptieren sie nicht. Es ist überhaupt sehr schwierig für kongolesische JournalistInnen, Stories jenseits ihrer Region zu veröffentlichen. Das ist der Grund, warum ich meinen eigenen Blog habe: Mubalama’s Blog."

An den Anfang ihres Artikels hat Rosebell Kagumire ein Zitat von einem oder einer TrainingsteilnehmerIn gesetzt, das zu denken gibt: „Der Kongo ist wie ein Kind. Jeder denkt, dass sie uns eine Lösung bringen können, ohne darüber wirklich nachzudenken. Jeder, der von außen kommt.“

Vollständiger Artikel vom 19. Februar auf Rosebell’s Blog