Offener Brief zur Regierungsbildung

31.1.2018

Agenda 2030 umsetzen! Das Konsortium Ziviler Friedensdienst und elf zivilgesellschaftliche Verbände und Netzwerke haben einen offenen Brief zu den Koalitionsverhandlungen publiziert. Sie appellieren darin an die Verantwortlichen in der Politik, die Agenda 2030 als Leitfaden ihres Handelns anzuerkennen und die Nachhaltigkeitsstrategie umzusetzen.

In dem Schreiben formuliert das Netzwerk Agenda 2030 seine Anliegen an die anstehende Regierungsbildung. Den zivilgesellschaftlichen Organisationen ist es wichtig, dass die Ziele der Agenda 2030 von der nächsten Bundesregierung umgesetzt werden. „Die Agenda 2030 betrifft zentrale politische Sektoren und Handlungsbereiche, die auch in Deutschland von hoher Relevanz sind und die Menschen in unserem Land beschäftigen“, heißt es in dem Papier. Zu den wichtigen Themen gehören beispielsweise Geschlechtergerechtigkeit, Umweltschutz, nachhaltige Landwirtschaft und friedliche Gesellschaften.

Im Januar 2017 verabschiedete  die Bundesregierung die deutsche Nachhaltigkeitsstrategie, die den Fahrplan für die deutsche Umsetzung der Agenda 2030 bildet. Die Absender des offenen Briefes appellieren an die nächste Regierung, diese Strategie umzusetzen und weiter zu entwickeln. Sie fordern, dass dabei die globale Verantwortung Deutschlands  stärker in den Blick rückt. Dies müsse im Koalitionsvertrag verankert werden.

Die unterzeichnenden Organisationen weisen darauf hin, dass die Nachhaltigkeitsstrategie nur in Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft erfolgreich umgesetzt werden kann. Sie regen dazu an, bestehende Kooperationsmöglichkeiten wie z.B. das Forum Nachhaltigkeit zu stärken und äußern ihre Gesprächsbereitschaft über die angesprochenen Anliegen.

Folgende Verbände und Netzwerke haben den offenen Brief unterzeichnet:

  • Arbeiterwohlfahrt Bundesverband (AWO)
  • Arbeitsgemeinschaft der deutschen Familienorganisationen (AGF)
  • CorA - Netzwerk für Unternehmensverantwortung
  • Deutscher Bundesjugendring (DBJR)
  • Forum Menschenrechte
  • Forum Umwelt und Entwicklung
  • Lesben- und Schwulenverband Deutschland (LSVD)
  • Konsortium Ziviler Friedensdienst (ZFD)
  • Paritätischer Gesamtverband
  • Plattform Zivile Konfliktbearbeitung
  • Verband Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe (VENRO)
  • Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV)

 

Der Brief kann hier in vollständiger Fassung nachgelesen werden: