Menschenrechtsbeobachtung in Kamerun

14.7.2016

In Kamerun werden ab Ende Juli gravierende Menschenrechtsverletzungen in drei ausgewählten Regionen (Littoral, Nordwesten und Norden) dokumentiert und analysiert. Den Grundstein zu dem Projekt legten kürzlich die ZFD-Partnerorganisation RECODH, ein Netzwerk von kamerunischen Menschenrechtsorganisationen, und die Deutsche Botschaft in Jaunde. Die Ergebnisse der Menschenrechtsbeobachtung fließen in einen Untersuchungsbericht ein, der Ende November veröffentlicht werden soll.  

In den vergangen Jahren kam es verstärkt zu willkürlichen Festnahmen und Freiheitsberaubungen von Bürgerinnen und Bürgern und zu Menschenrechtsverletzungen an Häftlingen im Strafvollzug. Durch das Pilotprojekt möchte RECODH nun erstmals die Menschenrechtslage in einigen betroffenen Regionen systematisch erfassen und so ein besseres Verständnis der Ursachen und Einflussfaktoren für die Menschenrechtsverletzungen erlangen.

Die Veröffentlichung des Untersuchungsberichts ist für November geplant. Der Bericht soll als Grundlage für gezielte Advocacy-Maßnahmen dienen, die die Situation für die betroffenen Menschen verbessern. Das Projekt startet Ende Juli mit Trainings für die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der RECODH-Mitgliedsorganisationen, die die Daten vor Ort erfassen. Die Projektidee entwickelte RECODH gemeinsam mit Andreas Kahler, der die Organisation seit 2015 als ZFD-Fachkraft unterstützt und das Monitoring-Projekt weiterhin begleiten wird. Ab 2017 soll die Beobachtung von Menschenrechtsverletzungen weiter ausgeweitet werden.  

Das Projekt wird vom Auswärtigen Amt finanziert.

Quelle: Katharina Engels, AGEH