Kirchentag in Stuttgart: Frieden ist ein Thema!

11.6.2015

Das Thema Frieden hatte auf dem diesjährigen evangelischen Kirchentag leider keinen eigenen Ort im offiziellen Programm. Trotzdem war der Bedarf an Diskussion in Stuttgart groß: Hochrangige Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wissenschaft und Praxis hoben friedensrelevante Inhalte auf die Agenda der fünftägigen Großveranstaltung in der Landeshauptstadt Baden Württembergs, darunter Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier und Kofi Annan. Um Friedensthemen einen eigenen Ort zu geben, organisierten Friedensgruppen, darunter die AGDF, ein eigenes Friedenszentrum. Der ZFD und viele seiner Träger präsentierten ihre Arbeit auf dem Markt der Möglichkeiten – und freuten sich über viel Interesse und prominenten Besuch.

Malu Dreyer, Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, sowie Hans-Joachim Fuchtel, Parlamentarischer Staatssekretär des Bundesministers für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit, erkundigten sich über die Arbeit des ZFD und seiner Träger. (Ehemalige) Fachkräfte sprachen über ihre Arbeit in Simbabwe, Peru und Nepal und informierten die Besucher bei hochsommerlichen Temperaturen über Arbeitsmöglichkeiten und die Wirkungsweise des ZFD. Die Vertreterinnen und Vertreter der Trägerorganisationen selbst konnten in teils längeren Gesprächen mit Margot Käßmann oder dem EKD-Ratsvorsitzenden Heinrich Bedford-Strohm ihre Anliegen präsentieren.

Denn das Interesse an friedenspolitischen Themen war sowohl unter den rund 130.000 Besuchern des Kirchentages als auch bei den Diskussionsteilnehmenden generell groß. Das zeigt unter anderem der Besuch von mehreren tausend Menschen bei der Diskussion um die „neue deutsche Verantwortung“ in der Außenpolitik, eine Podiumsreihe zu gesellschaftlicher Versöhnung und auch Gerd Müller, Bundesminister für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit, der in seinen Statements zur Debatte um Flucht und Asyl die Bedeutung von Frieden und Sicherheit in den Herkunftsländern hervorhob. Mehr Informationen zum Friedenszentrum finden Sie hier: http://www.zentrumfrieden2015.de/