Guatemala: Menschenrechtslage in Monte Olivo de Cobán verschlechtert sich – Action Alert

Die Sicherheitslage für die BewohnerInnen in Monte Olivo (Cobán) im Departement Alta Verapaz von Guatemala wird immer heikler. Im Jahr 2008 erhielt die Firma Hidroeléctrica Santa Rita S.A die Lizenz zum Bau eines Wasserkraftwerks, ohne dass die betroffene Bevölkerung der indigenen Maya Q'eqchi über das Vorhaben im Voraus informiert wurde. Um für ihre Rechte einzustehen, schlossen sich damals rund 22 Dorfgemeinschaften dieser Region zusammen. Während die Protestbewegung im Jahre 2012 einige Erfolge verzeichnen konnte, erlebte sie im 2013 wieder schwere Rückschläge und forderte sogar Todesopfer.

Anfang 2013 wurden Haftbefehle gegen AnführerInnen der Gemeinschaften ausgestellt. Dies schwächte den Widerstand und erlaubte der Firma wieder mit ihren Maschinen auf das Baugelände zu fahren. In den darauffolgenden Monaten wurden zwei Jungen vom Dorf tödlich angeschossen und bei gewaltsamen Vertreibungen gab es mehrere Verletzte.

Leider ist diese Situation kein Einzelfall. pbi Guatemala berichtet von vielen gewaltsamen Versuchen der Großunternehmer, die in dem Gebiet ansässige Bevölkerung zu vertreiben. Gemeinsam ist ihnen das Missachten des frühzeitigen Konsultationsprozesses und das Fehlen einer richterlichen Untersuchung bei Menschenrechtsverletzungen.

pbi Guatemala ruft deswegen die internationale Gemeinschaft dringend zum Handeln auf.

Weitere Informationen:

pbi Guatemala (Englisch): Alert: Deterioration in Human Rights Situation in Monte Olivo.

pbi Guatemala (Spanisch): Alert: Deterioro de la Situación de Derechos Humanos en Monte Olivo

pbi Schweiz (Deutsch): Guatemala: Action Alert für Monte Olivo de Cobán

pbi Deutschland (Deutsch): Verschlechterung der Menschenrechtslage in Monte Olivo de Cobán in Guatemala - Action Alert