DURST! Stoppt den Wasserraub!

Für den Weltfriedensdienst beginnt 2014 das Jahr gegen den Wasserraub. Die neue Internetseite wasserraub.de begleitet die Kampagne gegen den weltweiten Wasserraub durch multinationale Konzerne.
Einen Teaser zum Verbreiten und Weitersagen gibt es hier!

„Wasser ist Leben. Das Recht auf Zugang zu sauberem Wasser ist daher seit 2010 in der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte verankert. Die Umsetzung dieses Rechtes wird aus verschiedenen Richtungen bedroht.

In vielen Regionen der Welt herrscht Wasserknappheit. Gerade hier werden große Teile der Wasserreserven von privaten Investoren kontrolliert und ohne Rücksicht auf Mensch und Umwelt ausgebeutet.

Sie haben das nötige Geld und die Macht, um nach modernen "Bodenrecht" Landtitel zu erwerben und damit traditionelle, nicht verbriefte Rechte der Menschen vor Ort auszuhebeln. Wer Land kontrolliert, kontrolliert gleichzeitig Flüsse und Grundwasserschichten, die weit über dieses Land hinausreichen. Mit dem Wasser werden Großfarmen, Plantagen und Weideflächen in heißen, trockenen Regionen Afrikas, Lateinamerikas und Asiens aber auch Europas und den USA zu bewirtschaftet. Durch den Export der landwirtschaftlichen Produkte wird auch das bei der Erzeugung verbrauchte Wasser aus den Anbauregionen exportiert.

Diese Formen der Bewirtschaftung, insbesondere das oft damit verbundene Abholzen von Wäldern, stören natürliche Wasserkreisläufe empfindlich. Hinzu kommen weitverbreitet Verschmutzungen von Wasserreserven durch Düngemittel, Pestizide, Industrieabfälle und Bergbau. Die Bevölkerung in Ländern ohne funktionierende demokratische Kontrolle ist der Ausbeutung und der Verschmutzung ihrer lebenswichtigen Wasserressourcen schutzlos ausgeliefert. In den meisten dieser Länder gibt es weder Regeln zum Schutz vor Wasserverschmutzung noch dafür, wie viel Wasser wann und von wem genutzt werden darf. Oder bestehende Regeln werden nicht durchgesetzt.

Besonders betroffen sind Menschen in den ärmeren Regionen der Welt. Millionen kleinbäuerlicher Existenzen in den Ländern des Südens hängen vom Zugang zu Wasser ab. Wasserraub bedroht die Arbeit unserer Partnerorganisationen – im Senegal, in Argentinien und anderswo. Als Teil der weltweiten Friedensbewegung macht sich der Weltfriedensdienst deshalb gegen Wasserraub stark.“ (Diesen Text und weitere Informationen zur Kampagne finden Sie hier auf wasserraub.de)