Dörfer auf Sendung

Afrika ist Radioland. Alle hören Radio, auch die, die nicht lesen können. Der Rundfunk erreicht mehr Menschen als Zeitung oder Fernsehen. Er kann Konflikte anheizen – so geschehen beim Völkermord in Ruanda 1994 – oder zur Verständigung beitragen. Eine unabhängige Berichterstattung, frei von Zensur und Vorurteilen, kann Frieden und Demokratie fördern.

Verschiedene afrikanische Radiosender werden deshalb durch den Zivilen Friedensdienst unterstützt. Zum Beispiel Radio Maendeleo, das beliebteste Programm in der kongolesischen Provinz Süd-Kivu. 1993 von privaten Initiativen gegründet, sendet es eine bunte Mischung: Nachrichten, Bildung und Musik. Radio Maendeleo fördert Dialog und Demokratie und packt heikle Themen an. Das Besondere: Über Radio-Clubs in den Dörfern bekommen die Menschen eine Stimme, die seit Jahren unter den gewaltsamen Auseinandersetzungen um die Bodenschätze im Kongo leiden.

ZFD-Fachkraft Hansjörg Enz unterstützt den Sender seit 2008. Seinen Kolleginnen und Kollegen kann der erfahrene Journalist viele Tipps geben. Zudem berät er die Radio-Clubs, wie man zum Beispiel professionell über lokale Konflikte berichtet.

Mehr Infos: www.eirene.org