Deutsch-kolumbianisches Theater-Projekt des ZFD auf Deutschlandtournee

„Innehalten um Weitergehen zu können – eine lebendige Ausstellung“ ist der Titel eines theaterpädagogischen Projekts des Zivilen Friedensdienstes (ZFD) der AGEH in deutsch-kolumbianischer Kooperation. Premiere hat es am 2. Mai auf dem Deutschen Evangelischen Kirchentag in Hamburg. Erdacht und umgesetzt wurde die Inszenierung von der Theaterpädagogin und AGEH-Fachkraft Inge Kleutgens, der Schauspielerin Catalin Medina und dem Theaterregisseur Felipe Vergara der Kompanie Barracuda Carmela. Die drei Akteure arbeiten seit 2004 im Rahmen der Friedens- und Theaterpädagogik des Zivilen Friedensdienstes zusammen, seit 2009 angebunden an die kolumbianische Corporación Jurídica Libertad in Medellin.

In einer Ausstellung treten die drei KünstlerInnen mit Gemälden von F. Sanchez Caballero in einen Dialog, lassen sie lebendig werden und reflektieren den gegenwärtigen sozialen und politischen Konflikt in Kolumbien. Sie inszenieren ein Zusammentreffen mit den Überlebenden und ihren Welten und werfen aus künstlerischer Perspektive einen Blick auf die Schäden, die der Krieg täglich Tausenden von Kolumbianern zufügt. Dabei konzentrieren sich die KünstlerInnen auf das Thema der Wiedergutmachung.

Das Anliegen der theaterpädagogischen Projekte des ZFD der Corporaciòn Jurídica Libertad ist es, die Opfer des gewaltsamen Konfliktes in Kolumbien mittels der künstlerisch-pädagogischen Auseinandersetzung in der Durchsetzung ihrer Rechte zu stärken und ihre Anliegen zu verbreiten.
Das Stück wird noch bis 8. Juni  in weiteren deutschen Städten zu sehen sein,  u.a. in Köln, Aachen, Bochum, Saarbrücken und Bregenz. Finanziell unterstützt wird das Projekt von AGEH, Brot für die Welt und MISEREOR.

Tourneedaten