Äthiopien: Innehalten, um nicht stehen zu bleiben

21.12.2017

Seit zehn Jahren ist der ZFD in Äthiopien aktiv. Ende November fand in Addis Abeba eine Jubiläumsfeier mit allen Partnern sowie Gästen aus Politik und Zivilgesellschaft statt. Die Veranstaltung war Rückblick und Ausblick zugleich. Ein Programm endet, ein neues beginnt.

"Ein Blick zurück nach vorn" – so lässt sich das Motto der Veranstaltung zusammenfassen, die am 24. November 2017 in der äthiopischen Hauptstadt stattfand. Neben dem ZFD-Team waren alle nationalen, regionalen und lokalen Partner vertreten. Darüber hinaus Repräsentanten aus Politik und Zivilgesellschaft. Grußworte kamen unter anderem vom äthiopischen Entwicklungsminister Mulugeta Wultaw und der deutschen Botschafterin in Äthiopien Brita Wagener.

Ein Höhepunkt der Veranstaltung war die Vorstellung der neuen Publikationen. Gleich sechs Neuerscheinungen können im Jubiläumsjahr vermeldet werden. Drei davon sind Ergebnisse der bisherigen Projektarbeit, so beispielsweise die Neuauflage des Trainingsmanuals „Shimgelina“ auf Afaan Oromo.

Die drei anderen Publikationen nehmen das Jubiläum und zugleich den Abschluss des bisherigen Programms zum Anlass für eine Bestandsaufnahme, die zum Teil auch Ausblick ist.

  • Im "Factsheet" wird die Arbeit im Bereich Mediation als Storyboard visualisiert (s. Abb.).
  • Das "Coffee Table Book" stellt 59 Menschen vor, die mit dem ZFD in Berührung gekommen sind.
  • "Lessons learned" geht der Frage nach, was der ZFD in den zehn Jahren seines Engagements erreicht hat.

Beim Festakt übergab die bisherige ZFD-Projektkoordinatorin Dagmar Blickwede das Zepter an ihren Nachfolger Roman Henkel. Der Wechsel geht mit einer Neuausrichtung des ZFD-Programms einher. Ab Januar 2018 wird sich das Engagement auf die Oromia Region konzentrieren. Thematisch wird es vor allem um Land- und Ressourcenkonflikten gehen. In der Arbeit vor Ort wird auf die bewährten Mittel Dialog und Mediation gesetzt.


Ab sofort stehen die sechs von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH herausgegebenen Publikationen in unserer Datenbank zum Download bereit.

Die Verschmelzung traditioneller und facilitativer Mediation. Der Wise Counsel Mediations-Ansatz in Äthiopien. [Factsheet, 4 Seiten, erschienen auf Deutsch, Englisch, Französisch und Spanisch]
Kurzer Überblick über die Arbeit des ZFD im Bereich Mediation in Äthiopien. Herzstück des Vierseiters ist die Darstellung des Wise Counsel Mediationsansatzes in Form eines Storyboards durch den Illustrator Kirnan John.

10 Years Civil Peace Service in Ethiopia. Faces and Voices. The Coffee Table Book. [Dokumentation, 122 Seiten, Englisch] Was hat der ZFD in den 10 Jahren seines Engagements in Äthiopien erreicht? Im Coffee Table Book stehen die Menschen im Vordergrund. Welche Erfahrung haben sie mit dem ZFD gemacht? 59 Portraits mit Fotos und Statements vermitteln einen intensiven Eindruck.

Lessons Learned – 10 Years Civil Peace Service in Ethiopia. [Dokumentation, 68 Seiten, Englisch] Was hat der ZFD in den 10 Jahren seines Engagements in Äthiopien erreicht? Erkenntnisse einer intensiven fachlichen Auseinandersetzung. Bestandsaufnahme und Ausblick zugleich.

Building Capacities for Peace. A training booklet and reader on non violent conflict transformationin Ethiopia. [Handbuch, 100 Seiten, Englisch] Wie muss gewaltfreie Konfliktbearbeitung beschaffen sein, damit sie wirkt? Dieses Grundlagenwerk geht auf die wesentlichen Schlüsselfaktoren ein und richtet sich vor allem an Trainerinnen und Trainer. Enthalten sind zahlreiche Übungen für die praktische Anwendung.

Peace Radio Programme in the Border Areas between Oromia and SNNPRS in Ethiopia. Impact Assessment 2016. [Studie, 42 Seiten, Englisch] Ergebnisse einer Studie zur Wirksamkeit der friedensjournalistischen Arbeit des ZFD in Äthiopien.

Shimgelina. Merging Ethiopian Wise Counsel Mediation and Facilitative Mediation. A Training Manual. [Trainingsmanual, 118 Seiten, auf Englisch, Amharisch und Afaan Oromo] 2017 ist das bewährte Handbuch Shimgelina auf Afaan Oromo erschienen. Seit 2013 gibt es bereits die englische, seit 2014 die amharische Ausgabe. Alle drei Sprachversionen liegen als PDF zum Download bereit.


Illustration: Kirnan John / GIZ