AGDF e.V. legt einen Fond für Asylbewerber auf

Die Mitgliedsorganisationen der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) haben einen Fond eingerichtet, der die Teilnahme von Asylbewerbern an Kursen der zivilen, gewaltfreien Konfliktbearbeitung ermöglicht. Diese Fortbildungen richten sich an alle, die sich für einen konstruktiven Umgang mit Konflikten qualifizieren wollen, sei es für ihren privaten oder beruflichen Alltag oder für ihr gesellschaftliches Engagement. Der Asylbewerberfond soll dazu dienen, dass Deutsche und Asylbewerber gemeinsam den Umgang mit Konflikten lernen. 

Angeregt wurde die Einrichtung des Fonds auf Basis der guten Erfahrung beim 9. Grundkurs in Friedenserziehung, Gewaltprävention und Konfliktbearbeitung der Ev. Luth. Landeskirche Sachsen und der Ev. Kirche in Mitteldeutschland, der im Mai des letzten Jahres abgeschlossen wurde. In diesem Kurs lernten und arbeiteten insgesamt zehn Menschen aus Deutschland, der Slowakei, Frankreich und Benin. Der junge Mann aus Benin ist Asylbewerber in Deutschland und sehr aktiv bei Flüchtlingsinitiativen. Für die Mehrheit der TeilnehmerInnen des Grundkurses war es die erste persönliche Begegnung mit einem Flüchtling. Im Laufe des Kurses wurde deutlich, dass alle sehr verschieden sind und eine facettenreiche Identität haben, in der die nationale Zugehörigkeit oder der Status Flüchtling nur eine Teil-Bedeutung hat.

Für Rückfragen zum Asylbewerfond und zu den Kursen allgemein ist Bernd Rieche unter 0178 2026700 oder rieche [at] friedendienst.de erreichbar.

Weitere Informationen zum Fond für Asylbewerber und Teilnahmemöglichkeiten an weiteren Kursen der Konfliktbearbeitung sind außerden auch unter www.konflikte-qualifizierung.de erhältlich.

Hier geht es zur Originalmeldung und zur Pressemitteilung der AGDF e.V.