Qualifiziert für den Frieden
Die Aufgaben der ZFD-Fachkräfte erfordern fundierte Kenntnisse. Schließlich reicht die Bandbreite der Tätigkeiten von der Konfliktanalyse über die Vermittlung in Friedensprozessen bis hin zur Beratung traumatisierter Opfer.
Die Fachkräfte werden sorgfältig ausgewählt und bei den jeweiligen Trägern individuell auf ihre mehrjährigen Auslandseinsätze vorbereitet. Das Training dauert in der Regel zwei bis sechs Monate und umfasst unter anderem Methoden ziviler Konfliktbearbeitung, interkulturelle Kommunikation und Hintergrundwissen zur Einsatzregion.
In ziviler Konfliktbearbeitung kann man sich schon vorab weiterbilden. Das kann unter Umständen die Chancen bei einer Bewerbung als Fachkraft im Zivilen Friedensdienst erhöhen.
Qualifizierungsangebote
Bei der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) findet sich eine Übersicht über die Workshops und Schulungen im deutschsprachigen Raum (www.friedensdienst.de). Einige Mitglieder der AGDF, die sich in einem Qualifizierungsverbund zusammengeschlossen haben, führen Kurse und Fachseminare in ziviler, gewaltfreier Konfliktbearbeitung durch. Dazu gehören insbesondere die Bildungs- und Begegnungsstätte für gewaltfreie Aktion KURVE Wustrow, der Oekumenische Dienst - Schalomdiakonat, das Fränkische Bildungswerk für Friedensarbeit, der Friedenskreis Halle und die Werkstatt für Gewaltfreie Aktion, Baden.
Die Akademie für Konflikttransformation im Forum Ziviler Friedensdienst (forumZFD) bietet Kurse, Workshops und Seminare zur nachhaltigen Friedensarbeit im In- und Ausland. Sie ist ein Ort des Lernens und der Diskussion über aktuelle Fragen der Friedensentwicklung, der Zivilen Konfliktbearbeitung und des Zivilen Friedensdienstes. Zusätzlich zu den viermonatigen Qualifizierungskursen auf Englisch und den zehnwöchigen Fortbildungskursen „Friedensfachkraft/Konfliktberater/in“ auf Englisch und Deutsch gibt es eine Vielzahl von ein- bis dreitägigen Fortbildungen. In Vorträgen und Tagungen werden grundsätzliche und aktuelle Fragen der Friedensentwicklung und -politik diskutiert.
Das Austrian Study Centre for Peace and Conflict Resolution (ASPR) bietet verschiedene Kurse mit regionalem Schwerpunkt auf Osteuropa/Kaukasus/OSZE-Raum an.
Die englische Institution Responding to Conflict organisiert einen zehnwöchigen Kurs für englischsprachige Praktikerinnen und Praktiker, "Working with conflict", sowie den einwöchigen Kurs "Strengthening Policy and Practice".










