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Claus Schrowange: Respekt statt Vorurteile

Claus Schrowange
© Foto: KNA

Claus Schrowange ist Sozialarbeiter und Pädagoge. Vor fünf Jahren entschied er sich dazu, seine Kompetenzen in die Dienste des Friedens zu stellen und bewarb sich bei der Arbeitsgemeinschaft für Entwicklungshilfe (AGEH) an, um für den Zivilen Friedensdienst tätig zu werden. Schrowange und seine Familie zogen nach Nigeria.

Dort arbeitete der 37-jährige in Ibadan für die Kommission für Gerechtigkeit, Entwicklung und Frieden (JDPC) der lokalen Erzdiözese. Einer seiner Schwerpunkte war dabei die Bildungsarbeit an Schulen: Claus Schrowange hat mit seinen Kolleginnen und Kollegen Trainingseinheiten zu den Themen „Konflikte“, „Vorurteile“ und „Mediation“ durchgeführt, sowie Kurse zum Thema Menschenrechte veranstaltet. Bei der Arbeit ging es zunächst immer um ganz grundsätzliche Aspekte: „Um in einer Gesellschaft auf Dauer friedlicher miteinander umzugehen, ist es wichtig, zunächst seinen eigenen Wert und seine eigene Stärke kennen zu lernen. Dann können Ängste und Vorurteile abgebaut werden, die ja häufig zu Konflikten führten,“ sagt Schrowange. „Wenn ich andere Menschen respektiere und nicht einfach verurteile, kann ich auch konstruktive Problemlösungen mit ihnen aushandeln.“ Gemeinsam entwickelten Schrowange und seine Kolleginnen und Kollegen ein Modulsystem von Workshops zur Friedensbildung für Schüler und Schülerinnen der 11. und 12. Klassen an staatlichen Gymnasien. 24 Schulen und damit etwa 1500 Schülerinnen und Schüler nehmen mittlerweile am Programm teil. Darüber hinaus hat Schrowange Workshops zu fairer und kritischer Berichterstattung für Journalistinnen und Journalisten (Friedensjournalismus) durchgeführt und durch unterschiedliche Maßnahmen daran gearbeitet, den interreligiösen Dialog in Nigeria zu fördern.

Im November 2009 wird Schrowange erneut als ZFD-Fachkraft nach Uganda ausreisen. Dort engagiert er sich dann als Berater und Koordinator für Friedensförderung und Armutsbekämpfung am East Africa Institute of Governance and Conflict Management (EAIGCM) in Kampala.